Parlament und Politik in Frankreich.
»mittelbar mich der Wiedereröffnung der französischen Depntirteu- tammer las der Ministerpräsident Duelere eine Erklärung vor, welche das Glaubensbekenntnis oder Programm der von ihm geleiteten Regierung enthielt. Die wesentlichen Sätze derselben sind folgende. Die Regierung will deu Frieden, und nichts liegt vor, was denselben stören zn können scheint. Die Beziehungen Frankreichs zn den festländischen Großmächten, namentlich zn Italien, bessern sich. Das englische Kabinet hat Fragen, die aus der Besetzung Ägyptens dnrch britische Truppen entstandeil sind, freiwillig iu Paris zur Sprache gebracht uud Vorschläge gemacht, welche die französische Regierung jetzt prüft. Das Ergebnis der Verhandlung soll, sobald sie geschlossen ist, der Kammer mitgeteilt werden. Darcinf fuhr der Minister sort: „Wie es anch ausfallen möge, verhehlen Sie, meine Herren, sich nicht, daß die Quelle unseres Einflusses im Auslande hier, bei uns, liegt; ja nach dein Charakter, den Sie unsrer inueru Politik nnfdrückeu werden, wird die Wirksamkeit Frankreichs mich außen hin fruchtbar oder fruchtlos sein. Aus diesem Grunde ersuchen wir Sie auch achtungsvoll, von Ihren unmittelbaren Verhandlungen Fragen fernzuhalten, die der Art sind, daß sie in diesem Augenblick das Einvernehmen der Ansichten nnd Willensmeinungen nicht aufkommen lassen, deutlicher gesprochen, die Bildung einer Mehrheit für die Regierung nicht gestatten." Weiterhin berührte die Erklärung verschiedne innere Fragen, darunter die wegen Deportirnng rückfälliger Verbrecher, die wegen Reorganisation der Gerichte, über Vervollständigung des Gesetzes in Betreff der Volksschulen und über die Reihenfolge, in welcher gewisse öffentliche Arbeiten ausgeführt werden sollen. Dann knin der Minister, nachdem er noch einen Blick Grenzt'ow» IV. 1882. 4«