Der jüngste Tag.
von Edward Lggleston. (Fortsetzung.) Drittes Kapitel. Gin Lebewohl.
ran Andersvn fühlte, daß sie einen Mißgriff begangen hatte. Sie hatte nicht die Absicht gehabt, Julien zu sagen, daß Angust entlassen werden sollte. Aber jetzt, wo dieser stürmische Anstritt stcittgefnnden hatte, dachte sie, daß er sich gnt benutzen lassen werde. Sie wußte, daß ihr Mann nur deshalb in ihrer Opposition gegen den „Dntchman" mit ihr ging, weil er sich vor seiner Frau ?>irchtete. Im Herzen konnte Samuel Auderson seiner Tochter nichts abschlagen.
ihm all das Glück versagt war, welches die meisten Männer in der Liebe lhrer Frauen finden, fand er Trost in der Liebe zn seiner Tochter. Heimlich, als vb seine väterliche Zuneigung ein Verbrechen wäre, herzte und streichelte er und es währte nicht lange, so entdeckte seine Frau, daß sich der Vater mehr ^us einer liebreichen Tochter machte als ans einer herrschsüchtigen und wider- hanrigen Ehegattin. Sie beobachtete ihn eifersüchtig und war dahin gelangt, ^aß sie ihre Tochter als ein Frauenzimmer betrachtete, welches sie ans dem Herzen ihres Mannes verdrängt habe, nnd daß sie ihren Mann beschuldigte, ^W die Liebe ihrer Tochter geraubt zn haben. In Wahrheit verhielt sichs so, Fran Abigail Anderson so lange gegen eingebildete Schmälernngen ihrer Rechte nnf der Wache gestanden hatte, daß sie allenthalben Feinde sah. Sie haßte Wehle, weil er ein Deutscher war, sie würde ihn ans einein Dutzend ^»dern Grüuden gehaßt haben, wenn er ein Amerikaner gewesen wäre. Es war Senug Beleidignng sür sie, daß Julia ihu liebte.
So beschloß sie denn jetzt, ihren Mann durch ihre Version der Geschichte "uf ihre Seite zu ziehen, nnd vor dem Mittagscssen schon erzählte sie ihm, wie