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das Rügensche Eiland nicht kennt, nicht aus sich hercms, sondern nnr dnrch eine Erklärung der zu Grunde liegenden Naturerscheinung und Vvlkssitte. Daher bvten sie auch keinen geeigneten Text für die musikalische Komposition dar, die nur das Lied in seiner reinsten Gestalt und von allgemeinstem Inhalte zu illu- striren vermag.
Das heutige Feuilleton.
Sag mir, warum dich keine Zeitung frent? — Ich liebe sie nicht, sie dienen der Zeit.
uter allen Einrichtungen des öffentlicheil Lebens fordert keine so dringend eine scharfe Prüfnng heraus wie die, welche als verkörperte Volksstimine alle nuderu zu richten sich anmaßt, die große Presse. Und doch kann keine eine nüchterne Beurteiluug so wenig vertrageil. Die stolze Berechtigung zum Richteu, die, innerlich in nichts begründet, durch den Ton kecker Anmaßung ertrotzt wird, verkehrt sich vor dem prüfenden Blick in ein erniedrigendes Selbstgericht. Wenn nnn auch jeder Einsichtige, dem das Wohl unsers Volkes am Herzen liegt, dies Gericht über die jüdische liberale Presse im ganzen selbst vollzieht und tüchtige Männer in öffentlichem Kampfe gegen dies anmaßende, verderbliche Unwesen stehen, so hat es doch einem Gebiete des vielstraßigen Wirrsals, zu dem sich mannichfache Kräfte in einer heutigen Zeitung verbinden, vielleicht mehr als billig an dem nötigen Urteil gefehlt, das Feuilleton. Die abgelegene Stelle, an der es, dem Lärm des Tageskampfes entrückt, in beschaulicher Stille anscheinend harmlosere Gegenstünde zum Nutzen friedliebender Gemüter behandelt und selbst den Frauen lebendigeil Anteil an dem täglichen Erscheinen der Zeitung einzuflößen sticht, läßt das Feuilleton in den Hintergrund treten, wenn es sich um die Aufsassnng des wirkenden Charakters eines Blattes handelt, das dem unmittelbar gegenwärtigen Kampfe des Tages und seinen flüchtigen Ereignissen bestimmt ist.
Wir hoffen daher nichts Überflüssiges zn unternehmen, wenn wir in Umrissen zunächst ein Bild des heutigen Feuilletons zu entwerfen versuchen und seine hauptsächlichsten Arteu kennzeichnen. Eine solche Zeichnung wird zugleich ein Urteil über den Wert des gezeichneten Gegenstandes in sich tragen. Ein weiterer Hinweis auf die innere Verwandtschaft dieses namenlosen Feuilletons mit dem ganzen Treiben unsrer neueren „deutschen" Schriftsteller wird den fenilletonistisch zeituugsmüßigeu Charakter unserer Literatur erläutern, die sich in