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Partei Sachsens über die Aufgaben der letzteren bei dem bevorstehenden neuen Landtage. Diese Aufgaben sind weniger dankbar, als die des vorigen, wo es galt, angebahnte nützliche Reformen im Staatsleben durchführen zu helfen, oder selbst des vorvorigen, wo eine solche Anbahnung in der Form von Anträgen stattfand. Einer lebens- und thatkräftigen Partei wird allemal ein positives Schaffen lieber sein, als ein blos negatives Opponiren. Allein auch die minder dankbare und angenehme Aufgabe darf nicht abgelehnt werden, wo die Pflicht für Volk und Vaterland sie gebeut, und man darf zu den liberalen sächsischen Abgeordneten das Zutrauen hegen, daß sie diese Pflicht jederzeit und unter allen Verhältnissen voll und ganz erfüllen werden, gleichviel ob angenehm oder nicht. Sie werden eingedenk sein jener trefflichen Worte unseres verewigten Uhland, die dieser durch sein eigenes tapferes Beispiel bekräftigt hat:
„Jetzt wahret Männer Eure Würde.
Steht auf zu männlichem Bescheid, Damit Ihr nicht dem Land zur Bürde, Dem Ausland zum Gelächter seid!" Damit aber die liberale Partei im sächsischen Landtage dies könne, ist Eines durchaus unerläßlich: das sächsische Volk, soweit es frei- und deutsch- gesinnt ist, soweit es kräftig vorwärts strebt und von Stillstand und Rückschritt nichts wissen will, muß zu seinen Vertretern in der Kammer fest und treu stehen, wie diese zu ihm. Ob dies der Fall ist, wird der Ausfall der in diesen Tagen stattfindenden Wahlen zeigen.
Unter den französischen Kriegsgefangenen bei Köln.
ii.
Sehr nahe liegt die Frage: Was trieben die Gefangenen denn eigentlich den ganzen Tag über? Vielfach wurden sie zu Arbeiten in den Festungswerken, den Magazinen und Laboratorien herangezogen; die meiste Zeit waren sie jedoch einem wenig beneidenswerten Stillleben überlassen. Hier wußten sie sich aber zu helfen, um die Zeit möglichst leidlich todt zu schlagen. In hervorragender Weise war dies in dem unter den Kanonen der Deutzer Forts gelegenen Lager Gremberg zu beobachten. Dieses Lager mit seinen langen Barakenstraßen, seinen breiten Boulevards, die ihre französischen Benennungen hatten, mit seinen breiten Plätzen. Magazinen, Verwaltungsgebäuden, Wirthshäusern, eine vollständige Militärstadt, brachte das französische Lagerleben zu seiner vollen Entfaltung, nur mit dem Unterschied, daß hier nicht exercirt wurde, und daß eine dichte Postenkette von preußischen Landwehrleuten das Ganze umsäumte. Während die Turkos, mit »verschlagenen Beinen sitzend, halbe Tage lang dahinbrüteten. schnitzten die Franzosen sich aus einem irgendwo gestohlenen Balkenstücke Kegelspiele mitsammt den Kugeln, so daß die Kegelbahnen bald nicht mehr zu zählen waren.