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Unter den französischen Kriegsgefangenen bei Köln. I.
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mittelbar nach der ersten Publikation despreußischen Militäreoder auf unerklärliche Weise verschwand, sich also aus reiner Angst vor den dort angedrohten Strafen in große Gefahr stürzte. Das Desertiren man nannte dies offtciellunerlaubte Entfernung aus dem Quartier" kam in der ersten Zeit häufig vor; jedoch wurden fast ausnahmslos alle Entwichenen wieder eingefangen, da die Polizei­beamten und Gensdarmen der ganzen Provinz die schärfsten Weisungen hat­ten, verdächtige Individuen festzuhalten. Dazu kam noch vielfach Mangel an Geld, an Civilkleidern, an Kenntniß der Gegend und der deutschen Sprache, und hauptsächlich letzter Umstand war für die Ausreißer verhängnißvoll. Wer nach dem Wege frug, ohne der deutschen Sprache mächtig zu sein, den hielten die rheinischen Landbewohner selbstverständlich für einen französischen Deser­teur, auf den sie oft förmliche Jagd machten, um ihn einzufangen und der nächsten Behörde einzuliefern. Die thatkräftige Hülfe, welche unsere Land­bevölkerung den Sicherheitsorganen leistete, um die Deserteure dingfest zu machen, verdient gebührende Anerkennung. Die Defertionsversuche waren meist hoffnungslos und wurden außerdem nach einiger Zeit nicht mehr dis­ciplinarisch, sondern kriegsrechtlich bestraft. Ein aus Frankreich kommender Brief enthielt bezüglich dessen folgende Warnung: etisr trere xrencl vaeisuee restg eu xrusse ue olivrduz xg,s g, ts kauvv ear eeux hui sauve et Mi sollt i-g-ttiÄps sont, üsillö. So schlimm war es nun doch nicht: die kriegs- rechtliche Bestrafung lautete auf Festungsstrafe.

Aus dem Iichtelgebirge. ii.

Kein Bernecker Curgast versäumt es leicht, einen Ausflug nach Bayreuth zu machen, und in diesem Jahre umsomehr, da die ehemalige Markgrafen­residenz um eine Sehenswürdigkeit reicher geworden ist: um das im Bau be­griffene Theater Richard Wagner's. Die Kutscher, die hinüberfahren, haben nun ein dreifaches Ziel: die Fantasie, die Ermitage, das Theater. Schon aus weiter Ferne sieht man das Brettergerüste des Bühnenraumes thurmartig emporragen. Das Theater liegt an der Nordseite der Stadt, jenseits des Bahnhofes, nicht weit vom Irrenhause, am AbHange der sogenanntenBür- gerreuth". Man kann den Bauplatz zu keiner günstigeren Zeit betreten, als gerade jetzt. Von dem Zuschauerraum sind zwar erst die Treppenhäuser an