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Noch einmal die deutsche Rechtschreibung.
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Z3S

b) Das attributive Adjectiv erscheint stets in der schwachen Declination, wenn vor demselben entweder der bestimmte Artikel oder ein besonderes Be­stimmungswort mit vollständiger starker Biegung vorangeht, insbesondere 1) die Pronomina: dieser, jener, derselbe, derjenige, welcher, solcher; 2) die allgemeinen Zahlwörter: aller, einiger, mancher, vieler, weniger, jeder, meh­rer; ferner auch die Wörter: verschiedener, anderer, folgender, erwähnter. Es muß ferner heißen:welche unendlichen Mißstände",'welche unschätzbaren Vortheile",im Interesse einiger großen Rhedereigesellschaften" und nicht welche unendliche Mißstände, welche unschätzbare Vortheile, im Interesse einiger großer Rhedereigesellschaften", wie ich es hier gedruckt vor mir sehe.

6) Die fehlerhafte Uebertragung der Comparationsform von Adjectiven auf das mit ihnen verbundene Adverbiummöglich", dessen Begriff ein be­stimmt begrenzter ist und keine Steigerung (möglicher?) zuläßt, wird von den meisten Zeitungen mitgemacht. Sie'schreiben stets:der möglichst große (oder auch möglichst größte) Nutzen, eine möglichst rasche Beförderung" anstatt der möglich größte Nutzen, eine möglich rascheste Beförderung."

7) Des 'Wortes Maß, bei dem man so häufig vergißt, daß seine Ableitungen im Adjectivmäßig", im Adverbiodermaßen, gewissermaßen, einigermaßen" find, und dannMaaß" schreibt, will ich nur 'beiläufig noch erwähnen.

Man kann leicht noch mehrere fortwährend in der Tagesprefse vorkom­menden Verstöße gegen die Grammatik und Logik aufzählen , z. B. die auf einer Begriffsverwirrung beruhenden Wortbildungen, wieAusländische Wechselcourse" anstattCurse der Wechsel aufs Ausland". Aber es mag mit dem Gesagten genügen. Jedenfalls erscheinen die vorhandenen Schwankungen in der Schreibart einzelner Wörter von geringerem Belange für die große Menge des Volkes als die oben gerügten Verstöße gegen die Grammatik, da die Sprache dadurch so zu sagen systematisch corrumpirt wird. ^,

Kleine Jesprechmgen.

Deutscher Universitätskalender, von Dr. Ferd. Ascherson. 2. Theil. Berlin, Leonhard Simion 1873. Zum dritten Male, für das Sommersemester 1873. ist Ascherson's Deutscher, Universitätskalender erschie­nen. Das erste Mal trat er vor das Publikum zur Eröffnungsfeier der Straßburger Hochschule. Wenn diese Blätter erst beim Scheiden des Se­mesters seiner rühmend gedenken, so geschieht dies hauptsächlich in der Abficht, dem vierten Bändchen des Universitä'tskalenders, welches das Wintersemester 1873 behandeln wird, im Voraus die freundliche Aufmerksamkeit des akade­mischen Publikums zuzuwenden. Der Universitätskalender wird wohl von allen Kommilitonen, Lernenden und Lehrenden mit gleichem Vortheil benützt wer­den. Er führt uns in alphabetarischer Reihenfolge die einzelnen Univer­sitäten des deutschen Reiches vor, dann diejenigen derdeutschen Lande des Kaiserthums Oesterreich", der "Schweiz und der russischen Ostseeprovinzen. Bei Zeder einzelnen Hochschule wieder wird uns zunächst der lausende Lectionska- ^wg nach den vier Facultäten geordnet und unter sehr übersichtlicher Scheidung der Docenten, in ordentliche, außerordentliche, Honorar-Professoren und Privatdocenten vorgeführt, dann folgen die Preisaufgaben, dann die aeademischen Vereinigungen 'mit Angabe ihrer Farben und Abzeichen und der Zeit ihres Bestehens, jedoch nicht mehr, wie in dem ersten Bändchen des Kalenders, mit Angabe der Stärkeziffern der einzelnen Verbindungen. In dieser Hinsicht ist doch der Couleurgeist ein bedenklicher Mitarbeiter bei