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nieder, der auch der sieglvsen Tapferkeit gebührt, Wohl wird die Früchte seines Wirkens erst das heranwachsende Geschlecht ernten. Aber verloren ist seine Arbeit nimmer,
Nheinfelden, 25. Juli. Hans Blum.
Aeue Schriften über die sociale Irage.
Die sociale Frage existirt so lange es überhaupt Menschen und Menschenklassen gegeben hat, welche mit den politischen und gesellschaftlichen Zuständen ihrer Zeit unzufrieden gewesen sind. Dieselbe ist aber gerade jetzt in Folge der Arbeiterbewegung, die sie veranlaßt, zu einer brennenden Tagesfrage geworden, und sie muß jetzt schon um deswillen allgemein interesfiren, weil Jedermann bei derselben interesfirt ist. In hohem Grade unpolitisch würde es sein, sich um diese Frage nicht weiter zu bekümmern und die ganze durch sie hervorgerufene Bewegung für revolutionären Unsinn zu erklären. Im Gegentheil ist es umsomehr Aufgabe und Ehrenpflicht der Volkswirthschaft, zu erörtern, inwieweit das Streben, die jetzigen Zustände durch neue politische und wirthschaftliche Einrichtungen zu ersetzen' gerechtfertigt ist, und bz. wodurch den meist auf dem Gebiete natürlicher Verhältnisse liegenden Uebeln am schnellsten und sichersten abgeholfen werden kann, als gerade von einem großen Theile der Leiter der Arbeiterbewegung, den socialistischen Heilkünstlern, das Menschenmöglichste darin geleistet wird in Wort und Schrift über die sociale Frage soviel Gereimtes und Ungereimtes, halb Wahres und ganz Falsches, zur Sache Gehöriges und Ungehöriges untereinander zu mengen, daß die Begriffe der Hörer und Leser, besonders der weniger gebildeten, nothwendig verwirrt werden müssen.
Mag es sein, daß es gerade in der ureigendsten Natur des deutschen Geistes begründet ist, die einmal erfaßte Sache gründlich zu erörtern und so lange zu durchforschen, bis wenigstens eine einigermaßen befriedigende Lösung gefunden worden ist, so wird man doch gerade bei Erörterung dieser Frage gut thun, daran zu denken und davon auszugehen, daß nun und nimmermehr die Nede davon sein kann, daß ein Universalmittel gefunden werden könnte, durch dessen Anwendung sofort die Frage ihre Erledigung finden werde; es wird vielmehr erforderlich sein, nach den einzelnen auf dem Gebiete natürlicher, sowie allgemeiner socialer Verhältnisse, nicht minder der Verhältnisse zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer liegenden und wurzelnden Uebeln zu forschen und sodann zu erörtern, wodurch diese Uebel herbeigeführt worden sind und wie denselben abgeholfen werden kann. Von diesem Ge-