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trug, werden allezeit als ein historisches Moment von Bedeutung betrachtet werden müssen." Ranke hebt wiederholt die guten Seiten dieser Reformtendenzen hervor; besonders Karl August erweckt ihm freudige Theilnahme und eine Art von Hochachtung und Bewunderung. Jedoch dringt auch bei ihm immer deutlicher aus dem Fortgang der Erzählung die Ueberzeugung hervor, daß innerhalb der Verfassung Deutschlands eine wirkliche Reform des Reiches ein Hirngespinnst oder Schattenbild und nichts anderes sein konnte. Zwar spricht Ranke es nicht aus, aber darauf führt auch seine ganze Erörterung hin. daß ohne eine Vernichtung des Reiches in seinen alten Formen eine Neubelebung nicht zu denken war. Nicht die frommen Wünsche einzelner Patrioten, erst das wuchtige Schwert des Stärkeren konnte Rettung schaffen.
Wir werden nicht versäumen, über den zweiten Band Ranke's, der die Einwirkungen der Revolution vom Westen her auf das alte Reich schildern muß, an dieser Stelle weiter zu berichten. vr.
Mris und Frankreich»
Es ist kein deutsches Urtheil, welches wir im Folgenden mittheilen. Ein französisches Blatt, das vielverbreitete „Fxäut ?udlie^ in Lyon, veröffentlicht schon seit einiger Zeit ,,I.<Mrv!Z d'uu ViIIag'0oi8", deren 31., vom 27. Octo- ber datirt und gleich den früheren von dem „ländlichen Wähler Jean Guil- laume" unterzeichnet, eine gewisse Seite des Charakters der Pariser in nachstehenden überaus treffenden Worten abconterfeir:
„Die Pariser haben eine Art, frivol zu sein, an sich, die mich aus dem Häuschen bringt. Es ist ein Gethue, als ob sie über alles lachen müßten, was anderen Leuten die Thränen in die Augen treibt. Alles wird ihnen Gegenstand des Witzereißens, selbst das Unglück des Landes und Volkes, und sie bilden sich ein. das Vaterland gerettet zu haben, wenn sie den Feind unter dem Gewicht von ein paar Dutzend Calembours zerschmettert haben. Dazu kommt noch eine gewisse Gleichgültigkeit und Geringschätzung in Betreff alles dessen, was sich draußen vor ihren Thoren begicbt. Geht man aus ihrer Stadt hinaus, so giebts da nur noch mangelhafte Dinge und lächerliche Wesen. Der Mittelmann der Provinz ist ein wunderliches Ding, vom Schöpfer