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Napoleon und der Norddeutsche Bund.
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rüsten und wir werden die friedliche 'Arbeit, in welcher wir jetzt stehen, die Be­festigung und Erweiterung des deutschen Bundes, nicht abhängig machen von zufälligen Drohungen oder Kriegslauncn unseres Nachbarn. Wir selbst finden in unseren häuslichen Angelegenheiten keine Veranlassung zu einem Kriege mit Frankreich, ja wir hegen den innigen Wunsch, dah die Fäden, welche in diesem Jahre durch die Industrieausstellung zwischen uns und Frankreich gesponnen sind, beiden Völkern Vortheile bringen, Annäherung und Freundschaft vermehren. Aber wir sind gezwungen, mit Befremden auf eine kaiserliche Politik zu blicken, welche uns unstät. expcrimentirend und fast unberechenbar erscheint, und wir fra­gen erstaunt: wo blieb die kluge Sicherheit und das vorsichtige Abwägen, welches sonst überraschenden Schritten des Kaisers den Erfolg gesichert hat? Und wo seine weise Mäßigung in wohlbedachten Plänen? Und welchen dauernden Vor­theil erwartet er von seinem Römcrzuge für Frankreich und sich selbst?

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Literatur.

H. HcineS Leben und Werke, von Adolf Strodtmcmn (Berlin bei Franz Dunker).

Eine Biographie Heines zu schreiben ist heut zu Tage ein mehr wie kühnes Unternehmen. Der einst hoch gefeierte Dichter dcs Buchs der Lieder und der Ncise- bildcr steht gegenwärtig im Zenilh seiner UnPopularität. Die Reaction gegen das Unwesen, das unter der Firma dcs jungen Deutschland getrieben wurde, hat ihr Werk noch nicht ganz gethan, ihre Vertreter gehorchen noch jenem Gesetz des sich gegenseitig Ueberbietcnwollens, das nach jeder gewaltsamen Erschütterung der Geister cine Zcit lang einzutreten Pflegt. Ist eine neue Richtung ans Ruder gekommen, so mühen sich diejenigen, welche an dcm Siege Theil genommen, im Wettkampf um die schärfste Formel der Verurtheilung des gestürzten Götzen ab. Das ist von je so gewesen und hat seine relative Berechtigung. Kaum gegen einen der Repräsentanten der Poesie dcs Weltschmerzes und der Zerrissen­heit hat die Nachwelt so strcng verfahren müsscn, wie gegen Heine, denn kei­ner hat so viel Schaden angerichtet, wie dieser, keiner stcht in so schroffem Ge­gensatz zu dcm nüchternen, sittenstrengen Realismus unserer Tage, wie er, der nie aus der Negation hcraus kam, und die Verhöhnung der bestehenden Wcltordnung zur Parole eines ganzen Geschlechts machte. Uns die wir in Ncih und Glied kämpfen und dem strengen Gesetz der Unterordnung unter bestimmte, crbgcgrcnztc Zwcckc blindlings gehorchen sollen, uns muß der maßlose Subjectivismns, mit welchem der Dichter des Wintcrmärchcns jede scincr wechselnden Stimmungen zuw Ausdruck brachte und allcs angriff und verhöhnte, was ihm nicht in den poctischcn Kram dcs Augenblicks paßte, dcftndcrs verhaßt sein. Dazu kommt, daß Heines Persönlichkeit dem deutschen Sinn und Charakter immerdar fremd und antipalhisch gewesen ist. Wenn es wahr ist. daß dcr Mensch zu dencrnsthafrcn" Bcsticn zählt, so gilt das von dcm Deutschen in eminenter Weise. Alles kann dcr Deut­sche verstehen, nur den Scherz nicht oder genauer gesagt, den Scherz mit ern­sten Dinge». Eine poetische Natur, die immer nur unter dem Eindruck jeweiliger