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die baltischen Deutschen seit einem halben Jahrtausend denen geben, die sie von einem Boden zu verdrängen streben, den sie mit ihrem Blut theuer genug erkauft haben.
Die Stellung der Hansestädte im neuen Deutschland.
Kein Theil Norddcutschlands wird von den großen staatsrechtlichen Veränderungen der jüngsten Zeit in dem Maße betroffen, wie die Hansestädte. In den monarchischen Kleinstaaten empfinden vorzugsweise die Dynastien, die Höfe und die Regierungsbehörden unmittelbare Verluste an Macht und Einfluß, in den Hansestädten trägt die ganze Bürgerschaft an diesen Einbußen mit. Das ist die Folge der hanseatischen Selbstverwaltung. Nicht blos die Senatoren, auch die bürgerschaftlichen Mitglieder der Verwaltungs-Deputationen sehen ihren Wirkungskreis plötzlich eingeschränkt, sich die wichtigsten und vielfach auch die interessantesten Geschäfte abgenommen, um
„Einen zu bereichern unter Allen", d. h. je nach Umständen das preußische Kriegsministerium, das Bundeskanzler- Amt, irgend einen ständigen Ausschuß des Bundesraths oder wie sonst die neuen Organe der Ccntralregierung heißen mögen. Nicht alles freilich wird man ungern abgeben. Was z. B. das Militärwesen anbelangt, so ist es spätestens im vorigen Sommer, als auf gute und schlechte Armeeverwaltung die entscheidende praktische Probe gemacht wurde, den ehrbaren bürgerlichen Collectiv- Kriegsministern der Hansestädte klar geworden, daß man sich je eher desto lieber, dieser unpassenden Beschäftigung zu entäußern habe. Ihre Verwaltung mag, zumal was die materiellen Mittel betrifft, in noch so guter Ordnung gewesen sein, so werden sie sich nichts destowcniger herzlich freuen, in Herrn v. Roon und seinen Gehilfen jetzt sachverständige Nachfolger erhalten zu haben. Anders aber steht es z. B. schon mit der Rechtspflege. Haben die hanseatischen Juristen auch selbstverständlich, und trotz des hohen Rufes den ihr Oberappellationsgericht besitzt, nicht die Anmaßung, sich in aller und jeder Nechtsgesetzgebung besser selbst helfen zu können, als durch den Eintritt in ein allgemeines nationales Nechssystem, zu dessen stückweiser Schaffung die tüchtigsten und erprobte-