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Guizots Memoiren (Band 8.).
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in einem Augenblicke, wo es sich nur um Sieg oder Fall handelte, durch Ent­lassung des zuverlässigsten Führers die Vertheidigungskraft völlig zu desorga» nisiren. bedarf nicht erst des Beweises. Indem der König Guizot aufgab, gab er sich selbst auf.

Die Schlußkatastrophe hat die Elemente der monarchisch-konstitutionellen Partei, soweit sie sich nicht der neuen Ordnung der Dinge angeschlossen haben, wieder in einem Lager vereinigt. Es bleibt ihnen für jetzt wenig zu thun übrig, als den Parteihader zu beklagen, der den Untergang der Reformisten wie der Konservativen zur Folge gehabt hat. Sie haben beide gefehlt, die einen, indem sie aus Ungeduld mit den Feinden der konstitutionellen Monarchie eine unnatürliche Verbindung eingegangen sind; die andern, indem sie den Zeit­punkt, wo sie stark genug waren, um den Vorwurf der Schwäche nicht zu fürchten, nicht benutzt haben, um diese Alliance durch eine weise Concession in ihrem Entstehen zu sprengen. Schwerlich werden die Parteien, deren Zwist die konstitutionelle Freiheit vernichtet hat. berufen sein, sie wieder herzustellen. Und ob die jüngere Generation unter dem Drucke der Gegenwart ein Verständniß für die Bedingungen gewonnen hat, an die der Besitz der Freiheit geknüpft ist. — wir bezweifeln es. Unter der Herrschast anspruchsvoller nationaler Eitel­keit vermag sich ein kräftiger Bürgersinn, in dem die Freiheit Wurzel schlagen könnte, nicht zu entwickeln. Z.

Der erste Erzbischos bon Bjelokrinih.

(Vcrgl. Nr. 33 der Grenzbottn: „Die russischen Emigranten in Oestreich und der

Türkei").

Das durch Czaykowski begründete altgläubige Erzbisthum von Bjelokrinitz, dem, wie wir wissen, Ambrosius, der aus der griech. orth. Kirche ausgeschlossene Exbischos der Bulgaren vorstand, entwickelte schon in den ersten Monaten seines Bestehens eine lebhafte Thätigkeit. Durch Vermittlung des neben Metternich mäch­tigsten Ministers in Oestreich, des Grafen Kvlowrat und des den Altgläubigen besonders geneigten Erzherzogs Ludwig wußten Paulus und Olympius, die uns bekannten, als auswärtige Agenten besonders thätigen Mönche, ihrem neuen Oberhaupte zunächst die Anerkennung des wiener Cabinets zu verschaffen, dann

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