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reißenden Grade herbei, denen Tausende als Opfer fallen, wie namentlich die Belagerungen von Mainz und Torgau bewiesen haben! — Um der Wiederkehr solcher Kalamitäten für die Folge vorzubeugen, müßte den Belagerten, sowohl den Truppen als den Bewohnern, gestattet werden, transportfähige Kranke und Verwundete, deren Heilung resp, bis zum Wiedereintritt der Dienstfähigkcit zweifelhaft ist oder sich in die Länge zieht, von Zeit zu Zeit evacuiren und nach Militärlazarcthen oder Civilspiiälern in offenen Städten zerstreuen zu dürfen, in denen sie unter dem Schutze der Neutralität der Behandlung unterworfen werden könnten und der nachtheiligen Rückwirkung entzogen würden, die bei ihrem Verbleiben in der Festung auf die Gesunden nicht ausbleibt.
Die erhabene Idee, welche der Convention zum Grunde liegt, hat in den Herzen aller Menschen einen zu mächtigen Anklang gefunden, das Bedürfniß ihrer Ausführung bei allen civilisirten Völkern zu tiefe Wurzeln geschlagen, als daß ihre Verwirklichung je wieder aufgegeben werden könnte, so groß auch die Schwierigkeiten sind. Das Licbeswerk darf aber kein Stückwerk bleiben. Es müssen alle Feldlazarette mit ihrem Personal unbehelligte Statien der Humanität werden, auf welchen gemeinschaftlich von beiden kriegführenden Parteien allen Opfern des Krieges Beistand und Hilfe ohne irgendeine Störung und Beschränkung so lange gewährt wird, als die Noth es erheischt. Zur Erreichung dieses Zieles wiid eine Revision und veränderte Fassung der Conventionsartikel durch sachverständige Männer auf einem abermals anzuordnenden Congresse nothwendig sein. Für die Hilfsvereine erwächst die Aufgabe, auf einer internationalen Konferenz durch eine Vorberathung auf den gleichen Zweck hinzuwirken, damit sie in künstigen Kriegen eine sichere Basis für ihre Wirksamkeit finden. vr. A. L. Richter.
Gnizots Memoiren (Band 8.).
dluinol,, mellwii-LS xvur servir ü. I'nistoil'ö <Ze mon temps. ?. VIII. ?g,ns, Medol I.6V7 tröres. I^eirMg, ^. Li-oeKIums, 1867.
1.
Auswärtige Politik.
Mit dem vorliegenden achten Bande bringt Guizot seine Memoiren zum Abschluß. Der Sturz der Julimonarchie, mit der er untrennbar verwachsen war. entfernte ihn für immer von der politischen Schaubühne, aus der er eine