268
annehmen zu wollen erscheint uns a!>? unvorthcilhast-. einmal kann man durch eine noch weitergehende Verringerung der Zahl das Gewicht der Geschütze doch nicht steigern, da das Vermögen, Geschütz zu tragen, bei Schiffen von solcher Länge nicht durch die allgemeine Schwimmkraft, sondern durch die Slärke der lokalen Substruction (Eisenknie u. s. w.) bedingt wird, und eine Uebertragung eines größern Gewichts auf eine größere Länge des Schiffs hin wieder allzuschwere Constructioncn erfordern würde; und dann verliert ein Schiff mit geringerer Geschützzahl als 6 oder wenigstens S zu schnell allen Werth, sobald einige- Geschütze außer Gefecht gesetzt sind. Außerdem ist es oft von Wichtigkeit, das feindliche Schiff an mehren Stellen zu verwunden, nicht blos an einer Stelle mit größerer Percussionskraft. und überhaupt sind die Chancen des Treffens für ein Schiff mit 6 Geschützen viel größer als für ein Schiff mit 2, wenn auch bedeutend schwereren Kanonen. Wir glauben also, daß die eben gemachten Vorschläge für den Bau der neuen Glatideckcorvetten ihre volle Berechtigung in sich tragen und empfehlen sie geneigter Beachtung.
Die kirchliche Frage in Italien.
Selten mögen sich tödtliche Gegensätze sv nahe berührt haben: fast zu derselben Zeit tagte in den Räumen des Vatican die Versammlung der Bischöse um aus die Politik des uvu pvssumus das Siegel der katholischen Welt zu drücken, und tagte im Saal der Fünfhundert zu Florenz das italienische Parlament als die lebendigste Protestation gegen das heutige Rom. Wahrend noch die letzten Festlichkeiten über dem Grab des Apostelfürsten nicht verrauscht waren, während die Bischöfe die Kasse des Peterspfennigs füllten, Volk und Geistlichkeit, Fremde und Einheimische an der Girandola des Pincio, an der Illumination der Peterskirche, an dem Fackellicht der vaticanischen Säle sich ergötzten, begannen im Parlament die ernsten Verhandlungen, die wie ein Warnungszeichen in all diese Herrlichkeit hineinfuhren. Dort das stumpfe Einerlei einer seit Jahrhunderten auswendig gelernten Melodie, hier das angestrengte Ringen des modernen Staats, dem Mitteialter seine letzte Burg zu entreißen. In wenigen Stunden jst jetzt Rom von Florenz zu erreichen. Wer aber in diesen Tagen aus der