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den ganz überwiegenden Einfluß der Rittergutsbesitzer in Bezug auf das active wie passive Wahlrecht zum Landrath, wie die alten Provinzen ihn noch haben.
Die Petrussagen.
4.
So oft wieder ein Fortschritt, eine Modisication der Petrussage bemerkbar ist, läßt sich auch das bestimmte Interesse nachweisen, welches der Veränderung zu Grunde liegt. Ueberall weisen uns die einzelnen Züge derselben hinaus auf die geschichtlichen Vcrhältnisse der ersten zwei christlichen Jahrhunderte, ihre Entwicklung ist nur der Reflex der Entwicklung des kirchlichen Parteiwcscns. Es bleibt uns noch übrig, was uns bisher im Einzelnen und gelegentlich aufstieß, zusammenzufassen und uns die geschichtlichen Vcrhältnisse zu vergegenwärtigen, unter welchen dieser Sagenkreis sich gebildet hat.
Wir müssen zu diesem Zweck zurückgehen auf die persönlichen Beziehungen, wie sie nachweisbar zwischen den beiden Männern Petrus und Paulus stattgefunden haben. Die einzig zuverlässige Kunde, die uns hierüber erhalten ist, bietet der in unserm Kanon befindliche Brief, welchen der Apostel Paulus an die galatischen Gemeinden geschrieben hat.
Als der-Tag von Damaskus aus dem Verfolger der jungen Gemeinde einen Bekenner des Kreuzes Jesu gemacht hatte, war das Erste nicht, wie man das erwarten könnte, daß der Neubekchrte nach Jerusalem ging, die alten Apostel auszusuchen und sich über Jesu Leben und Lehre bei ihnen zu unterrichten, sondern er ging mit dem Gedanken, der ihm aufgegangen war, nach Arabien, um in der Stille eine Ueberzeugung in sich auszugestalten, durch welche sein bisheriges Denksystem auf den Kopf gestellt war. Er war sich bewußt, nichts von Menschen gelernt zu haben, er verdankte nichts der Predigt der Apostel, der Herr selbst war es, der ihn berufen, sich ihm geoffenbart hatte. Darum wußte er auch, daß die älteren Apostel, die mit Jesus zusammengelebt, nichts vor ihm Voraus hatten. Was der irdische Jesus gewesen war, hatte keinen Werth für ihn, denn erst mit dem Kreuzestods des Messias sing die Ncuschöpsung an, zu deren Verkündigung auch er sich berufen fühlte. Nach dreijährigem Aufenthalt