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Die Unzufriedenen in der Schiller-Goethe-Zeit von 1795-1805.
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anderen Gesehen bewegt, als die Kunstwelt, in welcher unsere großen Dichter lebten, die berechtigte Abwendung von der Wirklichkeit, welche sie für den Künstler verlangten, eine Forderung war, welche nimmermehr an die Massen- gestellt werden konnte, ohne diese ihrem wahren Berns abwendig zu machen lag der Opposition, welche die xaties minorum und an ihrer Spitze Merkel gegen dc» einseitigen Cultus des Schönen erhoben, ein berechtigtes Moment zu Grunde, dem wir, ob es i» der Erscheinung gleich vielfach verzerrt war, gerecht werden müssen. Ein Mann, der schon im Jahre 1805 die Noth­wendigkeit einer Regeneration des deutschen Volks erkannte und öffentlich ver­kündete, der zur Nationalcrhcbung gegen die Franzosen aufrief, als sich noch alles zitternd vor dem großen Imperator beugte, der die rheinbündlerische Klein­staaterei in einer Zeit anzugreifen wagte, in welcher der beschränkte Unter- thauenvcrstand die besten deutschen Köpfe unter das Joch der kleinen Tyrannen bog ein Mann dieses Schlages sollte für die Zeugen der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mehr sein, als blos der Schriftstellerder gegen Goethe geschrieben."

Ein Heiliger als rettender Dämon.

An wenig Dingen haftet der Sinn der Völker mit solcher Zähigkeit, wie an gewissen Arten des Aberglaubens. Der dringende Wunsch, aus einer großen Noth oder gar Lebensgefahr durch irgendein verborgenes Mittel plötzlich befreit zu werden, erregt die kindliche Phantasie so, daß sie sich bald einbildet, es gäbe ein solches Mittel; natürlich muß dasselbe aber schwierig zu erlangen und mit dem Schleier des Geheimnisses bedeckt sein. Der Reiz des Gehcimnißvvllen vermehrt auf der einen Seite die Gläubigkeit, während auf der andern Seite bei den zahllosen Fällen des Mißerfolges unter diesen Umständen für den Glauben immer eine Hinterthür offen bleibt. So kommt es, daß sich auch bei uns zum Theil der rohestc Aberglaube, wie der an die Wirksamkeit gewisser Vcsprechungsfvrmcln, aus uralter Zeit bis auf unsre Tage gerettet hat.*) Mit

*)A, Kühn, der für die Vcrgleichung der indogermanischen Mythen und mythischen Vorstellungkn so viel geleistet hat, verdanken wir u. a, auch eine Znsammenstellung von sol­chen Besprcchungsformeln, die von den Veden an bis zu der Gegenwart im Wesentlichen nicht viel verändert sind.