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zuholcn. Dagegen zeigte sich die von Professor Hofmann in München übernommene Herausgabe der reichen Supplemente zum bayerischen Wörterbuche aus Schnullers Rachlab zum Bedauern der Commission noch nicht in erwünschter Weise gefördert.
Aon den durch König Max den Zweiten ausgesetzten Preisen konnte in diesem Jahre keiner ertheilt werden. In der nächsten Plenarsitzung werden folgende ebenfalls vom verstorbenen Könige ausgesetzte Preise zur Vertheilung kouunen:
1. Ein Preis von 10,000 fl. für ein gelehrtes Handbuch deutscher Geschichte von den ersten Aufäugen historischer Kunde bis zum neunzehnten Jahrhundert (Ein- licferungszcit für dic Arbeiten bis zum 1. Januar 1305);
2. ein Preis von 2000 fl. für ein Handbuch deutscher Alterthümer bis auf die Zeit Karls des Großen (Eiulicferuugszcit bis zum 1. Juni 1805).
Die Preisrichter wurde» bestellt und ihre Namen werden bei der Prcisverthei- lung bekannt gemacht werde». Dic Arbeiten sind rechtzeitig bei dem Sccretarictt der historische» Commission einzuseudeu. -
Ein Autrag auf eine neue Unternehmung ging von dem Stiftsprvpste v. Döl- linger aus und richtete sich auf die Herausgabc einer dcutschc» Geschichte iu allgemein verständlich abgefaßten und chronologisch geordneten Biographien der hervorragendste» Pcrsönlichtcitcn unseres Voltes. Zugleich brachte der Vorsitzende einen bereits früher von ihm gestellten Antrag auf die Herausgabe eines größeren Werkes biographischen Inhalts, Lebensbeschreibungen aller namhaften Deutschen in lexikalischer Reihenfolge umfasscnd, in Anregung. Die Commission glaubte, daß beide Werke ein bedeutendes Interesse darbieten würden, und beauftragte Professor Wcgele, einen ausgcführtcren Plan zu dem biographischen Lcxikon dcr nächsten Plenarsitzung vorzulegen. — Vertrauen zu diese» neuen Unternehmungen konnte dic Commission um so mehr fassen, als ihr im Laufe dcr Verhandlungen ein Schreiben aus dem königlichen Cabinetc zuging, wclchcs oo» allcrhöchstcr Stclle nicht nur die Mittel zur Vollendung der auf Anregung oder mit Genehmigung des verstorbenen Königs begonnenen Unternehmungen, sondern auch den Fortbcstand der Commission mit der bisherige» Aufgabe und einer enlsprechcndcn Dotation aus dcr töuiglichen Cabinets- kasse in Aussicht stellte.
Die' zur Plenarsitzung vcrsanunclten Mitglieder trennten sich in der Ueberzeugung, daß die dcr Nation und dcr Wissenschaft gleich förderliche Stiftung Maximilians des Zweiten durch König Ludwig den Zweiten gesichert und glcichsam zum zweiten Male begründet, daß alle noch obmaltcudc» Schwicrigkcitc» ohne Gefahr für den Bestand derselben zu beseitige» seic» und dic Arbeiten der Commission in dem Geiste freier und uubcfcmgcner dcutscher Wisscnschast, in dcm sie begonnen, weiteren Fortgang haben werden. München, Oktober 1864.
Berichtigung.
In der vorigen Nummer (47) der Grcnzbvten sind in dem Artikel „Die oldenburgische Bcgründungsschrift" oie folgenden sinnentstellenden Druckfehler zu verbessern: Man lese Seite 303 Zeile 0 vo» untc» statt richtig — nichtig. „ „ „ 300 „ 5 „ oben „ könnlc — konnte. „ „ „ „ » L „ „ „ Vorgang — Vorhang. „ „ „ „ 3 ., uutcn „ 1676 — 1616 Fcrncr ist zu lesen S. 320 Z. 3 von oben statt Georg Ludwig — Landgraf
Max Philipp.
Die Red.
Verantwortlicher Redacteur- Dr. Moritz Busch. Perlag voa F. L. Hert'ig. — Druck von C. E. Elbcit in Leipzig.