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Georg Nagelschmidt noch einmal seinen Willen. „Sind wir gleiche Brüder gewesen, so ziemen uns auch gleiche Kappen/' sprach er, gleichfalls zum Rade verurtheilt, und Kohlhase schlug die angebotene Gnade aus.
Es war am 22. März 1540, als er durch das Georgenthor zum Hochgericht hinausgeführt wurde. Euie unabsehbare Menge begleitete ihn dahin. Festen Schrittes ging er seinen letzten Gang, und bis zum Ende wiederholte er den Spruche „Nie sah ich einen Gerechten verlassen."
Reise- und Kriegsbilder aus Spanien und Marokko.
Reise- und Lc>j,erbnefe ans Spanien und vom spanischen Heere in Marokko, von A. v. Gocben, k. pr. Generalmajor. Hahn, Hannover.
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Da die preußische Armee lange keine Gelegenheit gehabt hatte, an größern Feldzügen Theil zu nehmen, so hatte die Regierung den Brauch eingeführt, nach den Kriegsschauplätzen, wo andere Armeen kämpften, Generalstabsoffiziere zur Berichterstattung abzuordnen und freiwilligen Offizieren Erlaubniß zu ertheilen, den betreffenden Feldzug mitzumachen. So bekam wenigstens ein Theil der Führer Gelegenheit Kriegserfahrung zu sammeln und die Fortschritte der Kriegswissenschaft auch in ihrer praktischen Anwendung durch eigene Anschauung kennen zu lernen. Auch der Krieg der Spanier gegen die Marokkaner im Winter und Frühjahr 1860 gab zu einer solchen Sendung Anlaß. Oberst v. Goeben, früher in hannöverschen Diensten, dann eine Zeit lang bei den spanischen Carlisten unter Cabrera fechtend, später in die preußische Armee übergetreten und in dieser Chef des Generalstabs im 8. Armeecorps, wurde nebst dem Major v. Sandrart und dem Rittmeister Roth v. Schreckenstei» bestimmt, an dem Feldzug Theil zu nehmen. Ihnen schlössen sich später noch Graf Kcmitz und dann im Lager vor Tetuan Lieutenant v. Jena als Freiwillige an. Von der Einnahme von Tetuan an machten diese fünf den ganzen Feldzug bis zu Ende mit, an allen Gefechten thätigen Antheil nehmend, und das vorliegende Buch ist aus den Berichten entstanden, welche Herr v. Goeben unter dem frischen Eindruck der Tageserlebnisse nach Hause geschrieben hat. Die Entstehung giebt dem Werke sein Gepräge in der Lebendigkeit der Schilderung; es bringt aber