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Andreas Hofer. 1.
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gerufen ansehen mög. Leider waren auch diese beiden Unternehmungen nutzlos; denn Luxhcim wurde von dem Franzosen geschlagen, und sein 'Corps theils ge­fangen, theils zerstreut, ebenso mißlaug der Feldzug gegen den nach Trient herausrückenden General Pcyri und zwar anfangs wegen der Führung des unfähigen Torgler, später aber durch die Fahrlässigkeit der Schützen selbst, die am 10. Octobcr von den Franzosen im Schlafe überfallen und zurückgejagt wurden.

Kaiser Franz unterhielt mittlerweile den Glauben an die Wiederbesetzung Tirols durch eine Auszeichnung, die Hofer in seinen überspannten Erwartungen nur bestärken konnte. Am 28. September trafen in Innsbruck Siebcrcr und Eisenstccken aus dem kaiserlichen Hoflager ein, die für ihn nebst 3000 Ducaten die große goldene Gnadenkette, für den Kapuziner Haspinger das geistliche Ver- dienstkreuz, für Speckbachcr und andere Anführer ansehnliche Geschenke über­brachten. Sie kündeten zugleich die nahe Ankunft eines Oberlandes- und Kriegöcommissärs, v. Nvschmann, a», der noeb weitere Geldmittel und Aufträge bringen sollte. Sogleich befahl der Obercommandant allen Pfarrern, am 4. October, dem Namensfeste des Kaisers, Andachten zu halten und das 1e v«um In,u<iÄMus zu singen. Er selbst empfing in der Hofkirche zu Innsbruck voll andächtiger Inbrunst das Ehrenkleinod aus den Händen des Prälaten von Willen, nachdem ein Exjesuit in der Predigt den Sieg der tiroler Stutzen nur der wunderbaren Fügung des Himmels zugeschrieben.

Die Hofhaltung des Obcrcommandanten war übrigens ganz nach bäuer­lichem Geschmacke: ein Crucifix nebst einem Madonnenbilde schmückte seinen Speiscsaal, Mvrgens und Abends besuchte er regelmäßig die nahe Pfarrkirche, betete Nachts den Rosenkranz und sang geistliche Lieder. Nur auf guten Wein, den er sich aus dem Etschlande kommen ließ, legte er einiges Gewicht, sonst war seine Tafel einfach bestellt, seine Wachen, die mitunter auf Stühlen saßen, ließen sich ihren Bedarf an Getränk aus der nächsten Schenke holen.

Die Friesen in Schleswig.

Die Friesen Schleswigs sind ein Nest des großen Küsten- und Inselvolkes deutschen Stammes, welches in der Zeit, wo unsre Geschichte beginnt, ver­muthlich den ganzen Nordseestrand von der Gegend des Zuijdersecs bis zur jütischen Grenze nebst allen ihm vorliegenden Eilanden innehatte, später aber Grciijbote» III, 18V4. 3