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Die Entlassung des preußischen Abgeordnetenhauses.
Die Abgeordneten des preußischen Voltes sind ungnädig entlassen, wie man einen widerwärtigen Diener von sich entfernt. Die Beendigung der Session war ungewöhnlich, wie der ganze Verlauf der Verhandlungen. Was noch im vorigen Jahre wünschenswerth schien, ein Beschluß beider Häuser über das Budget des laufenden Jahres, ist in diesem Jahre dem Ministerium bereits als unnöthige Formalität erschienen. Wozu auch den Schein bewahren? Auf dem abschüssigen Wege, den das Ministerium abwärts gleitet, ist das nicht mehr nöthig. Es geht hier wie bei allen ähnlichen Wagnissen, nur der erste Schritt kostet etwas. Was hätte die Regierung für Rücksicht zu nehmen? Die öffentliche Meinung Europas, die gute Meinung des deutschen Volkes, die Zuneigung der Majorität preußischer Wähler, was kann ihr daran noch liegen? Diese werthvollen Besitzthümer hat das gegenwärtige Ministerium nie in ausgezeichneter Weise besessen, sie sind jetzt unwiederbringlich verloren. Der Kampf, welcher fortan auszukämpfen ist, geht den Gewalthabern noch um andere weit näher liegende Güter, als die gute Meinung des großen Publicums, und ein solcher Kampf fordert andere Waffen. Die bestehenden Gesetze reichen dazu nicht aus, sie müssen ergänzt und geändert werden, so oder so.
Es ist kein Geheimniß, aus welchem Wege die Regierung ihren Weg zu verfolgen gedenkt. Mit übermüthiger Offenheit schwatzen die feudalen Blätter aus, was von ihrem Ministerpräsidenten hier und da vertraulich mitgetheilt wird. Die unbequeme Presse soll durch Wiederherstellung des Rechts der Concessionsentziehung gebändigt werden, das lästige Versammlungsrecht soll genommen werden, das Terrain der Wahlkreise, welche im Verdacht stehen für die feudale Partei ungünstig zusammengefügt zu sein, soll umgeformt werden. Die Abgeordneten sollen durch Diätcnverordnungen, Urlaubsverweigerung und ähnliche administrative Mittel gedrückt, das Beamtenthum aus ihren Reihen ausgemerzt werden. Dann will man diese Abgevrdneien noch einmal einberufen, tun sie aufzulösen, wie feudale Blätter lustig melden, zum IS. Januar des nächsten Jahres, oder, wie wahrscheinlicher ist, im November des laufenden Jahres. Und dann wird man weiter sehen. Wozu um Verhältnisse sorgen, die noch in grauer Zukunft liegen?
Die Blätter des Ministeriums waren becisert, das Gerücht zu dementiren, als ob des Königs Majestät während dem letzten Unwohlsein mit dem Ministerium unzufrieden geworden sei. Wir sind innig überzeugt, daß das Gerüch