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Konstantin Tischendorf und Konstantin Simonides.
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nicht zu rathen. Vielmehr wäre zu dessen Beseitigung mindestens eine chemische und mikroskopische Untersuchung von competentcr und nicht interessirter Seite allein von Nutzen.

Und nun zum Schluß. Sollen wir ihn noch unsern Tischendorf nennen? Wir denken, vorläufig nicht. Man büßt ungern einen großen Mann ein, aber wir sind verstimmt.

Merklich erkältet senkt unser Wohlwollen die Flügel. Mühsam fortbeschworne Schatten kehren wieder, und von Neuem haben wir zu wehren, daß wir nicht den zu Anfang dieses Artikels geschilderten Versuchungen unterliegen. Also nicht mehr unser Tischendors, unser Erasmus und Vmenes, und nicht eher wieder, als bis die Zweifel des Englishmans und die unsern widerlegt sind, wo­von wir seiner Zeit nicht so sehr wegen dessinaitischen Fundes", der uns kühler läßt wie die Engländer, als im Interesse der Ehre deutscher Wissenschaft bereitwillig Notiz nehmen werden.

Aber wvhlzubemerken: Causidicus hat seine Mängel, ist aber kein Simo­nides. Also nicht wieder das hohe Roß reite», nicht kurz abtrumpfen. Nicht mit Worten, die mehr Selbstgefühl als Selbsterkenntniß athmen, sich um die Sache herumschlängeln, wie bei der Rücknahme des frühern Urtheils über das Hermas-Manuscript. Sondern glatte klare, ausführliche Gegenbeweise bringen; denn, wie die Grcnzboten damals bei Gelegenheit der Uranivs-Affairc nicht ohne einige Wehmuth sagten:

Es gibt viel Betrug in der Welt, und auch die Besten können i rre n!

Das srnnzösische Gelbbuch.

Der Kaiser Napoleon hat, wie in den beiden verflossenen Jahren, so auch diesmal, der Legislative eine Auseinandersetzung über die Lage des Landes, begleitet von diplomatischen Documenten, vorlegen lassen. Der Werth dieser Mittheilungen ist allerdings relativ; denn mißliebige Momente sind darin mit Stillschweigen übergangen oder mit vfsiciöser Schönfärberei behandelt. Vor Allem muß es jedem Leser der veröffenttichtcn Depeschen, welche dem Publicum sämmtlich durch die Zeitungen zugänglich gemacht sind, auffallen, daß auf dieselben schwerlich der Grundsatz der Jury passen wird: die Wahrheit, die ganze