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Die Preußen und der Nntimialverein.
Drohend hängen in den ersten Tagen des neuen Jahres die Wetterwolken an dem politischen Himmel Deutschlands. Es ist kaum ein Zweifel mehr, daß die Delegirtensrage zu größern Conflicten zwischen Preußen und dem östreichischen Bunde führen wird, als jene waren, wclche mit dem Tage von Olmütz endigten. Was von den Plänen der Majorität zu Frankfurt und von den Entschlüssen des Ministeriums Bismarck in die Oeffcutlichkcit gedrungen ist, läßt erkennen, daß beide Theile entschlossen sind, Ernst zu machen. Auch an den auswärtigen Höfen, welche in dem letzten Jahre den Ereignissen in Berlin und seit längerer Zeit den Sitzungen der Bundesversammlung keine hochachtungsvolle Aufmerksamkeit angedeihen ließen, beginnt man, wie es scheint, die Gefahr zu würdigen, welche aus dem Innern Deutschlands gegen den Frieden Europas heraufsteigt.
Vielleicht genießt keiner der beiden feindlichen Gegensätze den Vorzug eines sicheren Entschlusses und einer überlegenen Kraft. Alter Groll hat sich bei beiden zu politischer Feindseligkeit verhärtet. Aber die Würzburger haben zwei Jahrelang heimlich Preußens junge Kraft gefürchtct, sie wollen die gegenwärtige Schwäche des Staates benutzen, sich dafür schadlos zu balten; und Oestreich sucht den Tag, wo es seinen alten Rival gründlich demüthigen kann. Schon deshalb sind die Angreifenden im Vortheil, wenigstens sind ihnen die nächsten Zielpunkte und ihre Mittel klar.
Die Hoffnung aber ist irrig, daß der Widerspruch Preußens und Badens einen Majoritätsbeschluß der Bundesversammlung in der Delegirtensrage hindern werde. Im Gegentheil ist der ganze Angriff ein wohlerwogener Plan, darauf berechnet, Preußen zu den falschen Schritten zu verleiten , welche die Person dcs unternehmenden Ministerpräsidenten für die Gegner sehr wahrscheinlich macht. Mit unverhohlener Freude muß der Berichterstatter der Bundesversammlung sehen, wie .sich das preußische Gouvernement in dem ausgespannten Netz verwickelt.
Denn, um früher Gesagtes zu wiederholen, nach Allem, was durch die Federn der preußischen Regierung für die Oeffentlicbkeit geschrieben worden ist, und nach der Stimmung in dem regierenden Kreise Berlins ist es zweifellos,
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