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Deutsche Literaturgeschichte.
Die Entwicklung der deutschen Poesie Klopstocks erstem Auftreten bis zu Goethes Tod, Von I- W, Löbell. - 2, Bd, — Braunschweig, Schwctschke und Sohn,
Goethes Leben. Von I. W. Schäfer. Zweite, aufs neue durchgearbeitete Auflage.
Bd. I. 2. Bremen, Schünemann. — Schillers Leben und Werke. Von Emil Pälteste. 1. Bd. Berlin, Franz Duuker. —
Gustav Schwab. Sein Leben und Wirken geschildert von Karl Klüpfel, Leipzig, Brockhaus. —
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Das Buch von Löbell gehört zu den lehrreichsten, die in den letzten Jahren über deutsche Literatur geschrieben sind. An die wunderliche Form, oder vielmehr die absolute Formlosigkeit muß man sich nicht stoßen, man wird durch den Inhalt der Ercurse auf das reichste entschädigt: es sind die Resultate vieljähriger reifer Studien. Die Notizen sind sehr vollständig, und das Urtheil von einer Besonnenheit, daß man ihm in den meisten Füllen beipflich. ten kann. Der vorliegende zweite Band handelt ausschließlich von Wieland, einem Dichter, dessen Charakteristik für unsere Zeit nicht leicht ist. Er hat in seiner Blütezeit den Besten Genüge gethan, er hat auf die ganze Periode der Literatur sehr erheblich eingewirkt und doch hat man seit vielen Jahren nicht blos aufgehört ihn zu lesen, sondern es ist auch dem heutigen Leser sehr schwer verständlich zu machen, worin seine Verdienste bestehen. Selbst Klopstock und Herder stehen in dieser Beziehung viel besser. Zwar ist ihre Lectüre, wie Löbell sehr richtig bemerkt, meist auf die Schulen beschränkt, wo sie den Philologen zu gelehrten Commentaren Veranlassung geben, aber hier thun sie auch wirklich ihre Dienste. Dagegen würde auch der liberalste Lehrer Anstand nehmen, Wieland seinen Schülern in die Hand zu geben und was das größere Publicum betrifft, so will der Zauber der anmnthigen Form, der vor 70 Jahren so große Bewunderung erweckte, seine Wirkung nicht mehr thun. Dem Versasser ist es nun im hohen Grade gelungen, durch pragmatische Analyse des Einzelnen nachzuweisen, wie es in jenen Jahren gefallen und von bedeutenden Köpfen als eine wahre Bereicherung der Literatur begrüßt werden konnte. Uebrigens ist er in seinem Lobe keineswegs einseitig, er hebt die Schattenseiten seines Dichters sogar sehr scharf hervor und gibt durch genaue und gründliche Beziehung zur allgemeinen Literatur, namentlich