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In Sachen Schleswig-Holsteins.
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treffenden Dvcumcnte, so wie durch baare Summen gehörig nachgewiesen, Mona, den 23. April 1858,

Valcntincr, Pastor. L, Siemonsen, Pastor. Da sich aus diesem Bericht die Nothwendigkeit einer fortgesetzten Theilnahme ergibt, macht die Redaction ihre leipziger Leser darauf aufmerksam, daß für Leipzig Herr Gustav Mayer, Königstraßc Nv, 4, Beiträge annimmt.

Literatur.

Lidliotdoek o1g,»«iok Italirrurr. Trieft, liter-artist. Seetion des östrei­chischen Lloyd, Von diesem höchst dankenswcrthcn Unternehmen, dessen Erschei­nen wir vor einiger Zeit angezeigt haben, sind zwei Abschnitte vollständig erschiene», die Werke AlsieriS und MelastasioS, die Werke des finstern Tragikers, der den Stoicismus des Gefühls, zn welchem er sich mehr durch Reflexion als durch Tem­perament aufgeschwungen hatte in spartanischen Trauerspielen ausbreitete, und des heitern LibrettodiehtcrS, der uns für den äußerst geringfügigen Zuhält durch den Zauber seiner Sprache entschädigt. Die Ausstattung ist elegant und bequem, für die kritische Genauigkeit ist auf ciuc befriedigende Weise gesorgt. Mehr noch' als diese Ansgabe bekannter Dichter verdient die Ausgabe der alten Chronisten die Anerkennung des Publicums, in denen sich ein wahrer Schatz des Wissens und der politischen Einsicht vorfindet. Die Ausgabe der Viilani ist bald zum Abschluß reis. Mau hat häufig fromme Wünsche für die politische Einheit Italiens ausgesprochen, denen auch wir uns anschließen, so weit cS überhaupt verstattet ist, iu der g-- schichtlicheu Welt Wünsche laut werden zu lassen, die als solche keine unmittelbaren Folge» haben. Da aber ein Erfolg nach dieser Seite hin von weitläufigen euro­päische» Combinationen abhängt, über die sich im Voraus uichts berechnen läßt, so dürfte es nicht unangemessen sein, zu gleicher Zeit das italienische Nativnalgcfübl durch die Erinnerung an die große Vergangenheit anzuregen; hat doch auch für Deutschland das Bewußtsein der litcrarischen Einheit und Bedeutung sehr viel ge- thau. Zu dcu Italienern selbst lebt trotz ihres nicht unbedeutenden Selbstgefühls dieses Bewußtsein viel weniger als in dein übrigen Europa, wenigstens wenn man den gelehrten Stand ins Auge faßt, und es ist bezeichnend für die Lage der Dinge, daß ihnen grade von östreichischer Seite die Hand geboten wird, wie denn auch Ita­lic» trotz allem, was sich mit Recht gegen die östreichische Herrschaft einwenden läßt, dieser fremden Herrschaft viele nützliche Einrichtungen verdankt. Ebenso wichtig ist aber anch für nns Dentschc das Unternehmen des östreichischen Lloyd, Nachdem wir uns vor einem halben Jahrhundert an dem frnchtlosen Benehmen abgemüht haben, die fremden Forme»- iu unserer Sprache einzubürgern, sind wir letzt ans eui uu befangenes objectives Studium der fremden Literaturen hingewiesen, und für die wahre Anftlärnng, für die hnmanistischc Bildung wird sich, wen» wir England aus- nehmen, tau», ein anderes Land finde», dem wir noch so viel verdanke»»»teu. Wir mei»en damit nicht blos die Schriftsteller der sogenannten claszijchen Zeit, sou