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Die Folgen des Proceß Bernard.
Man wird dem Schicksal des Kaisers von Frankreich, wie sehr man auch Gegner seiner innern Politik sei, einen gewissen Antheil nicht versagen können. Kühn und gewaltsam und frei von vielen Bedenken, welche den Egoismus der Menschen zügeln, hat er Frankreich unter seinen Willen gezwungen, mit nicht gewöhnlicher Klugheit hat er die Hindernisse überwunden, welche einer festen Allianz mit der ersten Macht der Erde entgegenstanden. Durch Blut, Siege und große Opfer Frankreichs wurde dies Bündniß besiegelt, der Kaiser hatte zahlreiche Gelegenheit, den Regierenden in England zu beweisen, wie furchtbar er als Feind, wie unentbehrlich er als treuer Helfer sei. Es war ihm gelungen sowol durch seine Macht, als durch das Maßvolle seiner Persönlichkeit Achtung, ja nicht geringes Vertrauen bei der königlichen Familie selbst zu erwecken, bei den Führern der Whigs und Tones, man darf sagen bei allen, welche von Angesicht mit ihm zu thun hatten. Sein Wille herrschte sonverän in Frankreich, wie kaum der Wille Ludwig XIV. oder des ersten Kaisers. Ein ruchloses Attentat, besonders abscheulich durch die Grausamkeit seiner Ausführung, gewinnt ihm für einige Tage sogar die Theilnahme seiner Gegner. Und doch erfüllt sich, so weit man urtheilen kann, von demselben Tage mit reißender Schnelle der finstere Flnch, welcher auf dem Leben des Kaisers und aller liegt, die ihr egoistisches Wollen rücksichtslos über die sittlichen Gesetze ihrer Zeit und ihres Volkes erheben. Die neuen Voraussetzungen, welche seine Willkür für sein und Frankreichs Leben geschaffen hat, die Situationen, welche er so souverän und rücksichtslos herbeigeführt hat, werden all- mälig stärker als sein Herrenwille. Und sein Dämon, der ihn so schnell zu schwindelnder Höhe heraufgeführt hat, beginnt in einem Kampf mit andern dunkeln Mächten seine Kraft zu verlieren. Wer so lebt und herrscht wie der Kaiser, der darf keine Stunde der Schwäche habeu. Eine Abspannung der Nerven, eine Täuschung seines scharfen Gesichts, Zufälle gefährlich für jeden, der über Großes zu entscheiden hat, ihm drohen sie mit sicherem Verderben. Der nervöse Schauer, den ihm die fürchterliche Nähe des Todes verursacht hat, nimmt ihm aus Stunden die Freiheit des bedächtigen Abwägens, welche !»nst seine Operationen charakterisirt, er taxirt den Werth, welchen das Attentat ihm selbst in den Augen des conservativen Europas gegeben hat. nur, ein wenig zu hoch, das Entsetzen seiner Umgebung und der loyale Eifer der zahlreichen Eigennützigen, welche ihr Fahrzeug an das seine gehängt haben, machen nur ein wenig zu starken Eindruck aus ihn. und die Folge solcher vorübergehende» Schwäche ist die Prvduction einer Reihe bedenklicher Maß-