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Ucberblicken wir nun noch einmal alles, was wir über die Theurungs- politik des Mittclalters gesagt, so sehen wir allerdings eine ganze Apotheke vor uns voll probater Heilmittel gegen das Uebel der Theurung; ober wie wenige davon sind dazu geeignet, wirtlich vorzubeugen oder wirtlich und .grünblich Abhilfe zu schaffen, und wie viele gehören zu der verderblichen Classe von Medizinen, welche dem Uebel sür den Augenblick zu steuern scheinen, aber nur um es dann mit verdoppelter Heftigkeit zurückkehren zu lassen; ja es gibt Mittel darunter, von denen ein großer Nationalökonom sagt, sie erschienen ihm so, wie wenn man einen Kranken, der Blut auswirft, dadurch heilen wollte, .daß man ihm den Mund zubände. Aber wir wollen anch nicht verschweigen, daß die nationalökonomischen Heillünstler aus derselben Apotheke des Mittelalters noch in der neuen Zeit ihre, Medicamente hergenommen, und daß es kaum eines jener Mittel gibt, welches nicht noch im vorigen, wo nicht gar in unserm Jahrhundert zur Anwendung gebracht worden wäre.
Freilich die Therapie der Theurungen in unseren Tagen ist zu andern Grundsätzen gekommen, sie ist wesentlich homöopathisch geworden, sie wirkt dem Eigennutze durch diesen selbst entgegen d. li. sie hält den Eigennutz des Einen in Schranken durch den der Uebrigen, durch die freie Con- currenz. und weit entfernt hohe Kornpreise künstlich Herabdrücken zu wollen, freut sie sich ihrer, weil sie allein dem ungläubigen Volke die Ueberzeugung beibringen können, daß wirklich Mangel da ist und daß man sparen und gut haushalten muß. Da ist von engherziger Abschließung keine Rede mehr, das Getreide der ganzen Erde wird durch die Entwicklung des Kornhandels zum gemeinsamen Eigenthnm der ganzen Menschheit; es fließt dahin ab, wo Mangel ist, und kommt daher, wo Ueberfülle herrscht. Von allen den vielen Mitteln gegen Theurung lassen wir eigentlich nur eins gelten. Wenn ein französischer Nationalokonom, Jean Baptiste San, räth, jede Commun sollte sich bei einem reichen Handlnngsbause durch eine jährliche kleine Zahlung reichliche Zufuhr in Zeiten des Mangels sichern, so befolge» wir dies Mittel freilich unbewußt uud in ungleich großartigerem Maßstabe, als jener es gemeint. Wir assecurircn uns bei allen Kornhändlern der Welt ins Ge- sammt. Der Mehrbetrag des Preises, den wir jetzt sür unsere Lebcnsmittel auch in gesegneten Iahren zahlen, ist die Prämie, durch die wir uns im Hinblick auf ungünstige Jahre vor Mangel sichern, und wir stehen uns besser dabei, als wenn wir noch die Zustände der „guten alten Zeit" hätten. Gr.
Deutsche Sagen.
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Sage» des Volkes die En»neru»gc» an cinr hcidnischc Göttcrwcit sind, hat sich