Bleakhonse, von Dickens.
Wir haben vor einigen Wochen den neuen Roman von Thackeray nach der Ausgabe von Tanchnii., besprochen; in dieser Ausgabe sind seit der Zeit wieder bereits eine Reihe von Bänden erschienen. Mit dein vierten Bande ist der nene Roman von Bnlwcr vollendet, außerdem ist noch ein zweibändiger Roman: „(>as>,1o ^vcm" da, und von den bereits rühmlich angeführten I>!m^>!»l«I->Vm'<^ von Dickens der sechzehnte Band. Indem wir nns die Besprechung aller dieser Schriften vorbehalten, gehen wir hier zunächst auf den nenen Roman von Dickens ein, von dein zwar bis jeizt nnr die erste Halste erschienen ist, über den wir uns aber doch bereits ein ziemlich vollständiges Urtheil bilden tonne».
Ein jeder nene Roman von Dickens ist ein Ercigniß, denn er wird von dem gesammtcn Lesepnblicum Europa's mit Begierde erwartet und in seinen einzelnen Stadien mit Eifer verfolgt. Leider kann unser Urtheil diesmal lein so günstiges sein, als wir cö wünschten. Zwar finden wir anck> hier wieder eine Reihe vortrefflicher Schilderungen, eine AuSmalnng von Stimmungen, wie sie nur Dickens versteht, und kleine humoristische Züge der feinsten Art; aber das Ganze macht einen höchst unbehaglichen Eindruck. Weun wir es mit einem Schriftsteller zu thun hätten, dessen Stärke in der Komposition liegt, so würden wir Anstand nehmen, ein solches Urtheil auözusprechen, bevor die Acte» geschlossen sind. Bei Dickens ist eö aber »icht der Fall. Sciue Eompositivu lässt fast immer viel zu wünschen übrig, seiue Vorzüge liege» stets iu der detaillirten Ausführung, und in dieser hat er sich diesmal die ärgste» Mißgriffe zu Schulden kommen lassen.
Der Gegenstand ist ein Civilproccß, wie in dem Romane von Warren „zehntausend Pfnnd jährliche Renten". Es ist einer von jenen ungeheuern, das Erbrecht betreffenden Processen, die über mehrere Generationen hinanSdauern und bei denen am Ende alle Parteien gleichmäßig verlieren, weil die Kosten das NechtSobject übersteigen. Die sittliche Idee, die Dickens in die Entwickelung dieses Processes gelegt hat, ist die, daß eine große Zahl von Familiengliedern Nrcuzlwtc». !. -IttüA, 10