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Zehn Jahre (1840-1850).
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MW

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Gegen diese falsche und nicht streng genug zu verdammende Richtung hat sich eine Reihepopulärer" Schriftsteller erhoben, unter denen Prutz vielleicht der fruchtbarste ist. Sie gehen von dein ganz richtigen Grundsatz aus, daß, was verdient gesagt zu werden, auch so gesagt werden kann, daß man es versteht. Aber sie suchen die Verständlichkeit nnd die Popularität aus einem unrichtigen Wege.

Es gibt eine doppelte Art der Popularität: Popularität für das Volk und Popularität für deu Pöbel. Diese letztere, demagogische Popularität besteht dariu, daß man sich zu der Gemeinheit herabläßt, und ihr dadurch imponirt, daß man sie uoch überbietet; die Popularität eines Kleou, eines Krakehlcrö, einer Krenz- zeitung. Um mit Erfolg darauf auszugeheu, muß man von Natur gcmeiu sein, denn der Nobel merkt sehr bald heraus, weuu man sich verstellt.

Beim Volk dagegen wird mau uur dadurch populär, daß mau es erhebt. Dies geschieht durch Ernst nnd durch Energie. Ein saloppes Wesen, wo man trotz der schlechte» Form eine tüchtige Natur herausfühlt, verstimmt mit Recht. Die Grenzboten haben einmal im Scherz den liberalen Ministern angeratheu, wenn sie eine Deputation annehmen, sich erst rasch in einen schmntzigcn Schlafrock zu werfen, uud eine Pfeife in den Mund zn stecken. Prutz macht eS in der That so freilich uicht immer, uud dadurch wird der unangenehme Eindruck uur uoch verschärft. Mau liest eiue Reihe von Seite», die auö einem ernsten, gründlichen Denken hervorgegaugeu sind, uud dau» kommt wieder eine Reihe, wo er hin- plaudert, was ihm gerade i» de» Sinn kommt.

Möge er bei der Fortsetzung seines Werkes strenger sein gegen sich selbst. Wer dnrch seine Bildung und den Ernst seines Stndinmö befähigt ist, ein Werk zn schaffen, welches über den Augenblick hinausgeht, soll nicht bloß an den Augen­blick denken. Keiu Werk aber ist von Dauer, in welchem die Form dem Inhalt nicht entspricht.

Cm anderes Wort über Phrenologie.

Von »r. Scheve.

Unter allen Naturwissenschaften gewährt wohl die Phrenologie ihres höchst interessauteu Gegeustaudeö wegen für daö Studium das größte Vergnügen; doch dieses wird ihren Vertretern mit dadurch verbittert, daß die Lehre von so Vielen als irrig bekämpft wird, die nicht einmal ihre Literatur keimen, wodurch ge­schieht, daß dieselben Angriffe, die schon hundertmal gründlich abgewiesen sind, auch zum hundert und erstenmale wieder vorgebracht werden. Der Vers, deö kleinen Aufsatzes gegen die Phrenologie im vorigen Hefte glaubt ohne Zweifel etwas Neues gegebcu zu haben: und doch sind feine WidcrlegungSgrüude schon znr Ermüdnng oft besprochen und als nichtig nachgewiesen.