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Studien zur Gechichte der französischen Romantik : Casimir Delavigne.
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lassen, seine Krone niederzulegen, und der nun die Intriguen seines politischen Lebens im Kleinen fortseiet. Der Einfall, ist originell und drollig genug, obgleich ihn der Dichter zu Tode hetzt. Ebenso glücklich ist der Gegensatz im Charakter der beiden Söhne, Philipp II. nud Don Juan, der finstere Politiler und der leichtsinnige Kavalier, wenigstens der Anlage nach. Das Coftüm tritt nicht über­trieben hervor, aber doch genug, um der Intrigue eine gewisse Folie zn geben; in der Intrigue selbst herrscht ein Uebermuth, der wohlthuend wirkt.

Ich bin weit davon entfernt, dieses Stück ein gntes zu nennen. Aber es ist französischer Geist darin. Delavigne ist durch die Romanik zn sich selber ge­bracht; er hat den: Geist Voltaire's, der doch der Geist Frankreichs bleibt ich meine damit aber nicht das Voltaire'sche Drama einen Ausdruck gegeben. Die Tyrannen und die Kaputzen im geistigen Kampf zn überwinden, dazu, hat der Franzose nicht die Ausdauer; aber sich durch Spott, heitern, freien Lebens­mut!) und genialen Leichtsinn von ihnen zn befreien, das versteht er besser, als irgend ein anderes Volk. Kiu munteres Lied gegen die Kutte, eine lustige In­trigue gegen den unmittelbaren Druck, das ist die Weisheit des alten Frankreich, die kein Jesuit uud lein Socialist ans längere Zeit verscheuchen wird, sie mögen eine Amtsmiene aufziehn, jo sauer sie wollen. Schafft mir die Morgne ans den Augen! wird der Franzose rufeil, wenn ihn Montaleinbert und Pronthon zn sehr langweilen.

<Rm Wort über Phrenologie.

Die Apostel der Phrenologie, einer Wissenschaft, die seit Gall'ö Zeiten gemeinschaftlich mit der Alchymie, Astrologie und Nekromanlie in Vergessenheit gerathen war, fangen wieder au, mit großer Lebhaftigkeit ihre Rnndreisen durch die Welt zu unternehmen. Da sie sich, wie alle Apostel, mehr an das allgemeine Publicnm wenden, als an die Männer von wissenschaftlicher Competenz, so scheint es nicht nnangemessen, dieses Publicum auf einige Gesichtspunkte anfmertsam zu machen, auf die es wesentlich ankommt.

Um sich über die Phrenologie ein unbefangenes Urtheil zu bilden, mnsi man zweierlei sehr geuan vou einander nnterscheideu: das Princip dieser angeblichen Wissenschaft nud ibre Methode.

Das Princip beruht auf der an sich ganz richtigen Ansicht, daß jeder geistigen Thätigkeit eine materielle entsprecheil muß, das; man sich den Geist nicht anders denken kann, als in der Materie. Derjenige Theil des animalischen Körpers, in welchem die geistige Thätigkeit wenigstens ihr Centrum findet, ist unstreitig daö Gehirn. Der Thätigkeit des Denkens wird also unzweifelhaft eine Thätigkeit des Gehiruö entsprechen, und die verschiedenen geistigen Anlagen werden ihren

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