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Plaudereien aus London.
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Plaudereien aus London.

Nctelbilder. — Irland und der Pal'st. — Hvchkirchliche Verlegenheiten. — Der jüdisch- Stein des An­stoßes. — Ein SchncidcrSsvhn. — Fanny Keml-lc auf der Eisenbahn. — Deutsche und c»glisel,e Schienen- Wege. — Shakespeare und sein HauS. — Lady Vyro». — Miß Vurdctt und Dickens--Vvz. —

England und die Schweiz.

„Punch" hat den Einzug der Nebel in London mit lustigen Witzwortcn an­gekündigt und dadurch ein Beispiel gegeben, wie man diesen bösen Feind empfan­gen solle. Wirklich hat sich bis jetzt uoch Niemand erhängt. Doch war die Sonne schon manchen Tag nicht nnr nicht sichtbar, sondern sogar hinter einer so dicken Atmosphäre versteckt, daß man durch eine künstliche Erleuchtung das mangelnde Himmelslicht ersetzen mußte, uud selbst die gute Luna zeigte ihr bleiches Augesicht so verschleiert, daß sogar ein Museusohu vergeblich nach ihren Zügen gespäht ha­ben möchte. Wenn Wolken und Schatten so allüberall den engsten Horizont be­grenzen, da wird es schwer ein freudiges Licht leuchten zn lasseu, das Leben bekommt eine recht ernste Seite — doppelt ernst aber diesmal durch die Gclderisis und die zunehmende Noth der niedern Classen. Das Parlament ist daher früher zu- sanunenberufeu worden, um einen Ausweg aus diesem Labyrinth von Schwie­rigkeiten aller Art zu ersinnen. Uud während nun die erstell Männer des Staates ernstlich darüber nachsinnen, steht das Uebel nicht still, werden unzählige Familien ihrer ganzen Habe für die Gegenwart und Zukunft be­hubt/und Rußland, das arglistige Nußland, sendet sein schönes neues Gold und steigert dadurch momeutau den Werth der hiesigen Staatspapiere, während die Fabrikanten in Manchester und Birmingham ihre Arbeiter entlassen, die zu Wlsenden nach Brot gehen, und der irische Pöbel nach den Gutbesitzern schießt und in seinem blinden Wahn nicht seine Unterdrücker, sondern die Wohlgesinnten Erfolgt, von denen die Armuth in Zeiten der Noth Unterstützung hätte hoffen können.

Dies ist der Zustand der englischen Angelegenheiten, wenn man sie im Ganzeil überblickt, und weil sie so, wie sie sind, manche Befürchtungen zulassen, erregt dies auf dem Coutinente die Idee, alles müsse sich hier der Schwäche, der Sorge und bangen Erwartung hingeben und für die Zukunft Englands und für seine Größe und seinen Wohlstand zittern. Dem ist aber gar nicht so. Weder im öf­fentlichen noch im Familieulebeu bemerkt man den geringsten Unterschied, Jeder

Grenzl-vten. IV. 1847, ' 50