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Neue Schriften aus der schönen Literatur.
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Neue Schriften aus der schönen Literatur.

Franzosen und Deutsche. Das Buch der drei Schwestern. D!c Jünger Vo'rne'S. Joseph Nauk. Die Idylle einst nnd jetzt. Eine Familie aus der ersten Gesellschaft. Die deutschen Auswanderer. Gerstäcker und S-alSfield. Bettina und ein Epigone.

Es ist charakteristisch, wie in Deutschland von Jahr zu Jahr die Belle­tristik mehr zurücktritt hinter den Schriften, iu denen eine politische Ten­denz vorwaltet, während im Gegentheil in Frankreich selbst in den Journa­len das Feuilleton immer mehr den Text zurückdrängt. Ja auch die politischen Interessen knüpfen sich dort-zum großen Theil an soziale Verhältnisse, die allenfalls den Stoff zu einem Noman hergeben konnten; ein Prozeß Teste- Beauvallon, Praslin machen die Neugierde mehr rege, als selbst die afrika­nischen Feldzüge, weun nicht einmal ein schwarzbrauncr Sohn der Wüste als romantische Erscheinung der Löwe von Paris wird. Paris besitzt einen uner­schöpflichen Stoff an Abenteuerlichkeiten, Schicksal uud Narrethei; dem Pa­riser Romancier wird es leichter, mit einiger Phantasie eine anmuthige Ge­schichte zusammenzusetzen, als uns armen Deutschen im Lande der Philister; wir schreiben bequemer Lieder über die Kreuze, die ans der Erde zn reißen seien, oder über die Polen, Hnssiten, Tscherkessen u. s. w. Es gelüstet uns erst, zn entstehen, und diese Wcrdelust ist am wenigsten geeignet, anspruchs­los darzustellen.

Der letzte Meßkatalog hat für den Noman eine sehr geringe Ausbeute geliefert. Das würde als ein erfreuliches Zeichen angesehen werden können, wenn die höhere Literatur eine größere Vertretung gefunden hätte. So sieht es aber aus, als ob das productive Talent überhaupt im Abnehmen wäre.

Von den uns eingesandten Büchern begrüßen wir in dem einen einen alten Bekannten. Das Bnch der drei Schwestern. Gesammelte Er­zählungen, Mährchen nnd Novellen von A. v. Sternberg. 2 Bde. (Leipzig, Hinrichs.) Die drei Schwestern sind eben Erzählung, Mähr­chen und Novelle. Die graciöse, angenehm nachlässige Darstellung dieses Schriftstellers ist bekannt, er bestrebt sich nie, tief in die Saiten des mensch-