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Neue Critik eines alten Buches.
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Neue Critik eines alten Buches.

Valerie cke carüctervs prussiens. ?-lri8 1808 *).

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Montauban ist eine sehr zu empfehlende Stadt. Selten habe ich mich irgendwo gleich am ersten Tage so zu Hanse gefühlt, und an wenige Orte, die ich gesehen, denke ich mit so viel innerer Seelenruhe zurück. Daran war ein Clavier, daß vier Wochen mein nächster Nachbar gewesen, freilich mit Schuld; aber doch nur theilwcise. Die Stadt selbst ist so heimlich wie wenige. Und als ich durch die Straßen zog uud absichtlos vor einem Kram alter Bücher stehen blieb, siel mein Blick auf einen Titel:l^r-iotei-es prussiens." Ans purem Patriotismus kaufte ich das Büchlein für 10 Sons, las jeden Abend einen c-uactere darin und denke, daß die Gesellschaft, in die ich so hineingerieth, sehr viel mit Ursache ist, daß ich mich in Montauban häuslich niederlassen würde, wenn überhaupt für unser eins an dergleichen zu denken wäre, und man mir versprechen wollte, daß ich alle Abende so gute Gesellschaft fände wie damals.

II v'est pas «I^oütel co --würde irgend ein deut­scher Hvfrath sagen, wenn er wüßte, wer und was ich bin, und wer und was die Gesellschaft ist, die ich mir ansgebeten: Prinzen, Minister, Gene­räle, Marschälle, Cabinetsräthe, Professoren u. s. w.

1.

Der erste hohe Herr, dem mich mein uameuloser Führer vorstellte, war kein anderer als der General von Kökeritz. Es war auch ganz gut, daß er mit diesem anfing, denn die Andern würden mich weniger gut aufgenom­men, und am Ende den hofnnfähigen Wanderer der erst an demselben Morgen ein paar Fnhrknechtschnhe gekauft hatte, die seinem blauen Kittel alle Ehre machten gleich zur Thüre hinausgewiesen haben. Der General von Kökeritz aber war ein guter Mann uud schreckte gar uicht zurück, als mein Geleitsmann mich ihm vorstellte und mit einem gewissen Hochgefühl

*) Offenbar ist dem Hrn. Referenten eine Übersetzung desrothen Buchs" von Massenbach in die Hände gefallen. Der Setzer,

GmlM-». III. ISO7. 13