Das Simdententhum der Gegenwart.
Dreierlei Studenten. — Einst und jetzt- — Der Duellzwang. — Comment und Verbindungen. — Die Burschenschaften und das Wolksleben. — Die CorpS. —
1830—1840. - Was Noth thut.
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Der alte Arndt theilt die Studenten irgendwo in flotte, obscure und ritterliche ein, indem er in den letztern sein Ideal des wahrhaften deutschen Studenten, des Studenten wie er sein soll, zeichnet. Nehmen wir von seiner Schilderung des „Ritterlichen" Das hinweg, was nur einzelnen bevorzugten, wenigstens in Arndt's Sinne bevorzugten, Naturen, und nicht einer ganzen Klasse zukommen kann, so bleibt Das zurück, was die Studenten selbst den „forschen" Studenten nennen. Daß aber die Arndt'sche Eintheilung insofern, als sie keine bloßen Charakterunterschiede angiht, die sich unter allen Verhältnissen wieder^ holen, sondern diese Unterschiede innerhalb eines eigenthümlichen Lebens und grade durch diese Eigenthümlichkeit zu ihrer Äußersten Schärfe ausgeprägt bezeichnet, für die Gegenwart ihre Geltung verloren hat, wird Jeder, der das jetzige Studentenwesen kennt, eingestehen. Der flotte Student, mit seiner stereotypen Lustigkeit, seiner leichtsinnigen Haltung und Kleidung, seiller beständigen Aufgclegtheit zu witzigen oder unwitzigen Streichen, stirbt allmälig aus und die einzelnen Exemplare, die noch vorkommen, bilden eine Anomalie unter ihrer Umgebung; ebenso selten wird der forsche Student mit der energischen Bestimmtheit seines Auftretens, dem zur Schau getragenen Selbstbewußtsein, der outrirten Männlichkeit und steten Bereitschaft, mit Wort und Klinge einzutreten. Solche Figuren konnten nur in einem Studententhum gedeihen, das auf seine Besonderung stolz, den Gegensatz gegen das außerstudentische Leben mit Bewußtsein und Vorliebe hervorhob, seine Freiheit einerseits in dem ungebundenen Heraustreten der Persönlichkeit, andererseits in den festen Lebensformen und Normen, die es nach
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