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Fürstenjagd.
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F ü r st e n j «, g d

Novelle von Eduard Brunn.

I.

Das kleine Mahl war beendet, Marie hob das Tischtuch hinweg, und Mar saß Roberten jetzt allein gegenüber. Ruhe und Behag­lichkeit herrschten in dem kleinen Zimmer. Alles war reinlich und «Nank, Alles einschmeichelnd und traulich, selbst den alten Nußbaummö- beln sah man an, daß sie hier ein stilles Familienglück bewachten. Robert, um dessen breiten Mund schelmische Gutmüthigkeit lagerte, dessen lebenswarmes Auge und braunes Haar, in welches die 6<1 Jahre noch keine Silberfäden gesponnen, sein Alter Lügen strafte, hatte schon lange seinen jungen Freund beobachtet, der das Haupt auf den Arm gestützt, sinnend in die Flamme des Lichtes starrte. Jetzt aber stand der alte Jäger kopfschüttelnd auf, öffnete die knarrende Thür eines Schrankes, suchte und suchte, bis er endlich ein kurzes, doppelläufiges Gewehr hervorlangte, welches von oben bis unten sorgfältig mit Tü­chern umwunden war. Bedächtig nahm er die leinene Puppenschale von dem schönen Instrument, setzte sich wieder an den Tisch und fing an den Lauf und das Schloß zu putzen.

Aber wie oft er auch nach Maxen hinüberfchielte, er gab nicht Acht auf das, was um ihn vorging. Endlich konnte Robert das Schweigen nicht länger ertragen.Wer das Ding so vor sich sieht," begann er,der läßt sich vielleicht von der netten Außenseite bestechen, aber ich lobe mir doch mein altes Kaliber mit einem Laufe, denn mein Wahlspruch wird bleiben: Wer auf den ersten Schuß nicht trifft, der lasse seine Hand lieber ganz von jedem Gewehre!"

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