Flüchtige Reisebriefe.
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London- — In der City. — Ein Blick auf die Themse. — Das Monument und die Selbstmörder. — Dickens und das heutige London. — Pettycoatlane, — Ein Alehouse. — New Road. — Hoxton. — Physiognomische Betrachtungen.
Jener Deutsche, von dem mein letzter Brief dir erzählt hat' und den ich am ersten Morgen meines Aufenthalts in London auf der Straße kennen lernte, war ein junger Mann von schmächtiger Gestalt und nicht unfeinen Zügen; auf dem linken Beine hinkte er ein klein wenig, von einer im Duell erhaltenen Schußwunde, wie er sagte. Aus seinem Reden und Thun blickte der Abenteurer, doch zugleich eine unverkennbare Gutmüthigkeit, die mir Vertrauen einflößte. Und ich hatte doch Jemand, mit dem ich plaudern konnte! Robinson auf der wüsten Insel war schwerlich froher, da ihm der Himmel seinen Freitag zuführte, als ich, der mitten in London einen Kameraden fand.
— Bleiben Sie wenigstens acht Tage hier; vielleicht finden Sie die Freunde, von denen Sie mir sagten. — Ich faßte noch keinen Entschluß, war aber jedenfalls gern bereit, meinen «Zialile boiteux auf einigen Gängen durch die Stadt zu begleiten. Denn was hatte ich zu versäumen?
Wir gingen durch Moorgate, vorbei an der Bank, der neuen Börse, dem Jndia- und Mansion-House. Imposante Massen, diese
*) Siehe No. SI. der Grenzvoten v. I.