Wanderbnch eines paUos Reisenden.
Seefahrer sind berühmt und unsterblich worden, weil sie Schecren, Klippen, Eisberge, schwimmende Inseln, Meergallert und tausend andere Scchindmusse mit Muth und Geschicklichkcit besiegt und nie befahrene Straßen entdeckt haben; Feldherrn, weil sie sich mitten durch Feindesland, durch tückische Hinterhalte, Schluchten, Hohlwege und Wälder geschlagen; fk-urs «le N». i-io, weil sie sich mitten in Schmutz und Laster lilienrcin erhalten; Schriftsteller, weil sie sich unter Moden, Manicrirtheiten, momentanen Zeitforderungen ihre Originalität bewahrt; Richter, weil sie sich ans dem Kreuzfeuer der schönen Augen einer schönen Verbrecherin ihre Gerechtigkeit gerettet; Biedermänner, weil sie sich mitten in einem verderbten Zeitalter, oder einem lasterhaften Hofe voll Cabalen und Ränken ihre Tugend conservirt; Gefangene, weil sie sich durch hundert Wachen, Pforten, Mauern einen Weg zur Flucht gefunden; Reisende, weil sie durch Löwen - und Räuberhöhlen, durch die Glut der Wüste, durch den Frost Sibiriens, durch die Pest des Orients ihr Ziel erreicht: — mich auch gelüstet'S nach solchem Ruhme, nach solcher Unsterblichkeit, denn ich habe geleistet und erlitten, was alle die genannten Berühmtheiten zusammen nicht erlitten und geleistet; ich habe mich paßlos, oder wenigstens so viel als paßlos innerhalb weniger Wochen durch die Polizei eines ganzen Länder- ,und Städtehaufens geschlagen und blieb unversehrt und heil! Und weil ich noch nicht mei< nen Homer, Xenophon, Camoens, Las Cases gefunden, so will ich hier kurz meine Reisen und Fährlichkeiten selbst erzählen, oder we-
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