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Tagebuch.
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319
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T a g e b u clj.

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?l u s Wie n.

Physische Erziehung. Ccnsurcollegiuin. Preßzustände. Eisenbahnen. Die Brücke am Schottenthor. Der Schutzvcrein>- entlassene Sträflinge.

Es scheint nun doch, als ob unsere Regierung, oder vielmehr die k. k. Hofstudiencommission, welche das gestimmte Schulwesen der Mo­narchie leitet, in Betreff der physischen Erziehung eine durchgreifende Reform beabsichtige, denn durch einen Erlaß der Lande>5stellc ist dem Waisenhause befohlen worden, fortan entsprechende gymnastische Ue­bungen mit dem gewöhnlichen Schulunterrichte zu verbinden, damit die leibliche Wohlfahrt nicht Schaden leide über der ausschließlichen Sorge für die geistige Ausbildung. Auch hat die Musterhauptschule zu St. Anna nach der Penstonirung des gealterten Professors Mo- wek in der Person des v>. Nespcr, welcher unter dem Namen vr. Falkner auch als Schriftsteller vielfach thätig ist', einen anderen Pro­fessor der physischen Erziehungskunde erhalten, dessen jugendliches Feuer der guten Sache, wenn ihm anders das Feld frei gegeben wird, gar sehr zu Statten kommen dürfte, vr. Nesper lies't seine Collegia in der pädagogischen Abtheilung der genannten Anstalt, deren Besuch den sich heranbildenden Schullehrcrn zur Pflicht gemacht ist und nur, wenn das künftige Lehrerpersonal selbst mit der Turnkunst vertraut gewor­den, laßt sich eine umfassende Durchführung des Turnunterrichts in den Volksschulen auf eine nachhaltige Weise bewirken. Was uns in­deß nicht gefallen mag, das ist die Anhängselstellung dieser Professur, denn während jeder ordentliche Lehrer an der genannten Musterhaupt­schule einen Gehalt von 60U Gulden bezieht, der sich in Folge des Repetitionsunterrichls mindestens verdoppelt, bezieht vr. Nesper gleich seinem Vorganger bloß eine jahrliche Besoldung von 200 Gulden. Sehr wünschenswerth wäre es, die gymnastischen Spiele so schnell als

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