König Wenzel der Fanle. >.
Husan na.
Ei» altes, altes Haus im alten Prag Das heißt das Königsbad noch heut zu Tag, Und es bespült's der Moldau blau Gewässer, Darauf ein Bild das mit beredtem Munde Von dem was einstens hier geschehn gibt Kunde, Doch wird das Bild von Jahr zu Jahre blässer.
Und mag das Bild auch endlich ganz verblassen, Und mag ersterben nach und nach die Sage, So Manches, was geschieht noch heut zu Tage Wird uns sobald dran nicht vergessen lassen.
Im Bade dehnt sich König Wenzeslaus.
Die laue Welle spielt um seine Glieder
Wie süße Wollust weicher Liebeslieder,
Wie üppger Schlaf nach schwelgerischem Schmaus.
Dem König Wenzel ist so wohl zu Muth, Daß er wie Kindlein spielet mit der Fluth; Er läßt sie über Hals und Locken schäumen Und überläßt sich lächelnd süßen Träumen; Und träumt so wahrhast süß, als war' hienieden Errungen schon der ew'ge Völkerfrieden, Als wäre nicht das heilge römische Reich, Das ganze. Einem blutgen Schlachtfeld gleich. Als bebte nicht am eignen Heero der Bürger, Als zöge nicht durchs Land der Judenwürger,