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Thronsaale des k. Schlosses zu Dresden.
Im December 1836 sahen wir in Dresden eine Anzahl Bildwerke der Düsseldorfer Schule ausgestellt, welche den eigenthümliche» Bildungsgang, den diese Schule sich vorgezeichnet, ans das entschiedenste darlegten. Die Richtung dieser Schule, die Basis, auf welcher ihre Strebungen wurzelten, sind mit gleichem Recht und Unrecht angegriffen worden; auch unter uns wurden manche Stimmen dagegen laut, aber anerkannt und unbestritten stand die Ueberzeugung fest, daß jene Schule durch ihre Vorzüge wie durch ihre Mängel, welche in den Werken und Werkchen der genannten Ausstellung sich aus- sprachen, erweckend und belebend auf unser gesammtes Kunstleben einwirkte, auch in der Folge auf die Zustände unserer künstlerischen Strebungen einen unverkennbaren Einfluß ausübte.
Unter den Bildwerken jener Ausstellung fesselte jeden Schauenden vor allen „der Prophet JeremiaS auf den Trümmern von Jerusalem", von E. Bendemann. Wer dieses große, reine Werk gesehen, wird des tiefen, mächtigen Eindrucks, den es hervorrief, sich noch bewußt sein. Der König von Sachsen berief Bendemann im Jahre 1838 nach Dresden, ertheilte ihm eine Professur an der Akademie der bildenden Künste und gab ihm den ehrenvollen Auftrag, den Thronsaal des königlichen Schlosses mit Freöcobtldern zu