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Tagebuch.
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128
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T a g e b u ch.

i.

A«S Wien.

Russischer Communismus in Böhmen und Polen. Der Cabinetsrath in Trieft und die Zukunft Italiens. Uebergriffe der Slaven und Magyaren. Oessentlichteit der Stockprügel. Prinzessin Wasa und ei» Korrespondent

derEleganten".

Sie haben meinem Berichte über die proletarischen Vorgange in Böhmens) eine Anmerkung beigefügt, deren Richtigkeit ich in so weit nicht anerkennen kann, als sie den von mir ausgedrückten Gedanken keineswegs berichtigt, als vielmehr blos weiter ausführt. Der Com­munismus, den die slavische Propaganda befördert und unter der Maske predigt, ist allerdings nicht jener systematische, ideeklare und in das Blut der innersten Geistesüberzeugung eingedrungene Communis­mus der französischen Blousenmänner in Paris und Genf, denn die­ser will den bitteren Ernst und faßt die Sache gründlich bei der Wur­zel, während die privilegirten Communisten, die diplomatischen Weit­linge blos die Philosophie des Magens begünstigen, um, wenn sol­ches gelungen, uns freundliche Warnungen zuflüstern zu kön­nen und zwischen deutschen Regierungen und deutschen Völkern ein gespanntes Verhältniß zu unterhalten, das dem russischen Interesse nicht anders als entsprechend sein kann. Wie tragikomisch war nicht der schauerliche Hintergrund von kommunistischen Tendenzen, welchen die russische Malerkunst den benachbarten Höfen zur Zeit der serbi­schen Thronumwälzung vorzugaukeln wußte, und der gleichwohl die Folge hatte, der Bewegungspartei die diplomatischen Sympathien zu entfremden. Dieser gute Erfolg mochte gehörigen Orts allzu verfüh­rerisch erscheinen, um dasselbe Kraftmittel nicht noch in anderen pas­senden Gelegenheiten anzuwenden, wozu Polen und die germanischen Mischländer den fruchtbarsten Boden darboten, nicht etwa, weil ver

*) Siehe Nro. 9. N. Semester.