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Die Berliner Universität.
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Die Berliner Universität

Die Universität als pädagogisches Institut. Gans, sein Auditorium und der Facultätsneid. Die Neuberufenen. Rückert. Schelling. Michelet und Rosenkranz. Mundt. Nauwerk. Studentenkrawalle.

Die Berichte über Universitätsverhältnisse, insonderheit aber über die Zustände der Berliner Universität haben in den letzten Jahren fast eine stehende Rubrik in den Zeitungen gebildet und das allge­meine öffentliche Interesse für sich in Anspruch genommen. Wurde ein neuer Professor nach Berlin berufen, hielt ein Privatdocent dort seine erste Vorlesung, machten die Studenten eine Demonstration, gleich waren die öffentlichen Blätter davon voll, als handle es sich um eine Angelegenheit von allgemeiner Wichtigkeit. Allerdings war dies Alles immer von mehr als blos localer Bedeutung, und es lag dem Lärm, den man davon machte, das Bewußtsein von dem Zu­sammenhang zu Grunde, in welchem die Entwickelung und der Kampf der Wissenschaft mit der Gesammtentwickelung unserer Zeit überhaupt steht. Man betrachtete aber die Sache von einem durchaus falschen Gesichtspunkte, wenn man meinte, daß die Universitäten die Orte seien, an denen dieser wissenschaftliche Kampf frei und aufrichtig durchgekämpft werden könne; wenn man ihnen innerhalb desselben noch eine Bedeutung vindicirte in einer Zeit gerade, wo sie doch so offen zeigten, was sie ihrem Wesen und ihrer Natur nach sind und werden wollen, nämlich Nichts weniger als Institute der Wissenschaft. Diesen Namen konnten sie nur so lange führen, als die Wissenschaft, an sie geknüpft und innerhalb ihrer Schranken sich bewegend, keine weitere Freiheit kannte, als die sie ihr gewährten, und auch nach kei­ner weiteren verlangend, noch nicht aus innerer Nothwendigkeit jede ihr von Außen gesetzte Grenze durchbrach, noch nicht wirklich frei, d. h. eben von den Universitäten vertrieben sein wollte. Durch diese nothwendige That, einerseits der mächtig emporstrebenden Wissenschaft und andererseits der Universitäten, haben die letzteren ihre ganze