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T a g e b u ch.
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AusBreslau.
Die Weber und ihre Revolte-
10. Juni.
Ich debütire bei Ihnen gleich mit einer Revotutionsgeschichte. In dem Augenblicke, wo dieser Brief anlangt, werden Sie bereits von der Weber-Revolte in Peterswaldau und Langenbielcm erfahren haben. Endlich ist den Armen der Geduldfaden, der starke, aus gutem Hanf gesponnene deutsche Geduldfaden gerissen, und nun sind sie „vom Bändel los", wie der Provinzialismus besagt. Kennen Sie einen schlesischen „Waber"? Denken Sie sich einen kleinen, gebückt einhergehenden Menschen mit verkrümmten Handen und dünnen Beinen, mit einer blauen Leinwandjacke und ditto Beinkleidern, geben Sie ihm einen Gebirgsstab in die Hand, und lassen Sie ihn keuchend und stöhnend unter dem „Leinwandschock" thalwärts steigen, so haben Sie ein ungefähres Bild davon. Und diese Jammergestalten sind aufständisch geworden und wagen es, den Bajonetten und den Kugeln des feinsten preußischen Commisbrod-Mavors Trotz zu bieten! Da habt Ihr einen Commentar zu dem Bericht unseres Oberpräsidenten an den König, wornach das Sprechen und Sagen von der Noth und dem Elende der Weber nur von übelwollenden Zeitungsschreibern und unberufenen Schreihälsen herrühren soll! Hoffentlich wird uns die Genugthuung werden, daß sich die Preßungläubigen jetzt auf unsere Seite schlagen und zugeben, daß wir am Ende denn doch Recht gehabt. Einige fürchten zwar, daß wir gerade deshalb, weil wir Recht gehabt, übel davon kommen werden und nach dem, was geschehen, fürchte ich es beinahe auch. Wir" -- nämlich wir Zeitungsschreiber — dürfen an dem Aufstande nicht Theil nehmen, d. h. wir dürfen Nichts darüber in unseren Blattern sagen. Der