Das Theater in administrativer Beziehung.
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Man hat es getadelt, daß die deutsche Presse in den letzten Wochen mit einer so unbedeutenden Sache, wie die Einführung der Bühnen-Tantieme ist, sich so viel beschäftigt hat. Die Politiker, die Philosophen, die Professoren mit großen und kleinen Zöpfen mißgönnten den armen dramatischen Autoren das Stückchen Platz, welches die Zeitungen ihrer „persönlichen Angelegenheit" widmeten. Das Theater ist diesen weisen Männern eine viel zu unbedeutende und gemeine Sache. Ja, wenn es sich noch um das Theater der Alten handelte, oder um eine dramatische Theorie! Aber eine so gemeine praktische Angelegenheit, bei der weder ein philosophisches System, noch die Frage über Geschwornengerichre u. s. w. betheiligt ist, kann die Aufmerksamkeit eines ernsten Mannes in unserer Zeit nicht mehr in Anspruch nehmen.
Andere Völker, und zwar solche, die an politischer Erfahrung uns um eine Kleinigkeit voraus sind, wie die Franzosen und Engländer, denken hierüber allerdings anders. Die Revue des dem Mondes zum Beispiel, eins der wichtigsten Organe Frankreichs, bringt in ihrer Lieferung vom ersten Mai einen ausführlichen Artikel über die Theater, nicht etwa aus philosophischem und ästhetischem Gesichtspunkte, sondern aus dem praktischen, administrativen. Sie hält den Gegenstand für so hochwichtig, daß sie eine ausführliche Parallele zwischen dem englischen und französischen Bühnenwesen zieht und die Vortheile der darauf bezüglichen Gesetzgebung diesseits und jenseits des Canals mit wissenschaftlichem Ernste abwiegt»). Wir erinnern
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