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Tagebuch.
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565
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T a g e b u ch.

i.

Revue der Zeitungen.

Die Deutschen in Griechenland. Schusclka und Französisch.

Unser deutscher Nationalsinn, das heißt der zeitungsschreibende, gebcrdet sich noch immer, als wäre er wirklich erst im Jahre 1840 auf die Welt gekommen. So kindisch und so taktlos, so blind und so schwachbcinig. Die Zeitungsprcsse liefert taglich nur zu viele Bei­spiele. Sollte die Schuld blos an den Zeitungsschreibern liegen? Oder liegt sie in den Verhältnissen und Rücksichten, die dem Natio­nalsinn keinen rechten Halt gewahren und, nach gewissen Gesetzen der Strahlenbrechung, seinen graben Blick zum schielenden machen? Als die Griechen nmgst durch eine heftige Demonstration sich eine langst versprochene Verfassung erzwängen, wurden zugleich die soge­nannten Bavaresen, d. h. die in Griechenland angesiedelten Deutschen, aus dem Lande vertrieben. Die Deutschen, die im Heer oder in der Verwaltung dienten, wurden abgesetzt, deutsche Handwerker, Oe- konomen und Künstler, sogar Philhellcnen, die in der Zeit des Befreiungskrieges und nicht, wie Andere, aus Spcculation nach Hel­las gekommen waren, sollten schleunigst nach Hause zurückkehren. Diese Bavaresen waren ohne Existenz- und Reisemittcl und Griechen­land unterstützte sie nicht; ja der griechische Pöbel erlaubte sich gegen Viele derselben Hohn und Mißhandlung der verschiedensten Art. Dies Alles soll nicht bemäntelt oder entschuldigt werden; wir wollen sogar annehmen, daß in die Berichte über diese Verfolgung der Deutschen sich durchaus keine Uebertreibung cingeschlichcn hat. Was thaten da die deutschen Zeitungen? Wenige waren, die es nicht für ihre Pflicht gehalten hatten, über den Undank, die Herzlosigkeit, die Trcu-

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