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Der Salon der Frau von Varnhagen : (März 1830.) II.
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Der Salon der Frau von Varnhagen.

Die Sonntag, eine politische Begcbcnbcit. Spontini. Polignac und die französische Krisis. Jesuiten und Pietisten. Anekdote. Gin Wort Benjamin Cvnstant's. Rahel'6 politische Prophczeihungen. Bettina in der Gesellschaft. Schlußwort.

Durch einen zufälligen Uebcrgang kam die Rede auf Mlle. Sonntag und den erhöhten Beifall, der ihr seit ihrer Rückkehr von Paris zu Theil wurde. Sie verdiene ihn durchaus, wurde behauptet, sie habe dort ungemein an Ausdruck und Grazie gewonnen und sei jetzt eine vollkommene Meisterin. Ich weiß nicht mehr, wer dies bestritt und dagegen meinte, sie sei nur vollkommener geworden in der musikali­schen Koketterie, denn die Guüst des Publicums zu gewinnen, habe noch Niemand so gut verstanden. Man erinnerte an das Wort der Catalcmi, die von Mlle. Sonntag, nachdem sie dieselbe zum ersten Male singen hören, gesagt habe:I^IIe est Krimpe ckuix son Ae»re, miüs so» Kovro «st n«tit." Man führte satyrische Zeilen von Lud­wig Robert an, der diesen Ausspruch noch gehässig verstärkt hatte. Der Tadel gewann nun weit die Oberhand, und besonders wurde Gans, der Musik und Gespräche über Musik nur mit größter Unge­duld ertrug, jetzt aufs Neue laut und wollte wiederholen, was er in französischen Blättern kürzlich über Mlle. Sonntag gelesen hatte. Aber Frau von Varnhagcn bezeigte großes Mißfallen und wollte das Gespräch in dieser Wendung nicht weitergehen lassen; sie rief mit guter Laune und komischer Heftigkeit dem Sprecher zu:Lieber Gans, kommen Sie her, Ihnen muß man Mlle. Sonntag als poli--

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