T a g e t> u ch.
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Ha«S Jörgcl gegen Hoffmann und Campe.
Aus Wien.
Die Leser werden sich wundern, einem so nnlitcrarischcn Namen wie „Hans Jörgcl" plötzlich zu begegnen; wie aber wird ihre Verwunderung erst wachsen, wenn sie hören, daß HanS Jörgcl der Titel eines Blattes ist, das zu den verbrcitctcstcn inOestcrrcichgchört, eines Blattes, das bereits seit zwölf Jahren erscheint, daS notorisch die frcicste Censur unter allen Wiener Blättern hat und das, obgleich cS in österreichischem Volksdialekt geschrieben ist, dennoch über Dinge spricht, die für ganz andere Ohren gehören, als für das Volk, eines Blattes, das über Politik, Literatur, Kunst sein Votum abgibt, das alle Stadtklatschcrcien in seinen Spaltcü behandelt n. s. w. — Wenn nun unsere Leser ärgerlich darüber sind, ein so interessantes Blatt bisher nicht gekannt zu haben, so müssen wir zum Troste derselben die Charakteristik des Hans Jörgel vollenden. Herr Rechnungsrath Weiß, so heißt der Herausgeber und Verfasser des Hans Jörgcl, ist k. k. „Biomter" (Beamter) und benutzt die Ccnsnrcnvcitcrung seines Volksblattes dazu, die Augendienern auf eine auffallendere Weise zu treiben, als cS deu anderen wiener Journalrcdactorcn möglich ist; Herr Nech- nungsrath Weiß ist ein geborncr Slave und gcnirt sich daher nicht, den österreichischen Volksdialckt, der in der Regel wegen seiner Treuherzigkeit und Naivetät bekannt ist, in der gemeinsten Ausdrucksweise zu nothzüchtigen. Das letzte Heft des Hans Jörgcl enthält eine Polemik gegen Hoffmann und Campe und gegen die Wiener Buchhändler, welche die im Auslande erscheinenden Schriften über Oesterreich Verschleiße». Der Ton dieser Polemik liefert einen interessanten Beitrag zur Kenntuiß unserer Prcßverhältnisse, als daß ich mich enthalten könnte, Ihnen einen Auözug aus der erwähnten Vhilippica cinzuscudcn. Hans Jörgcl schreibt an seinen Schwager: