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Eine politische Satyre.
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Eine politische Satyre.

König.-So werd' ich meinen Feinden widerstehn? Johanna. Bezwungen leg' ich Frankreich dir zu Füßen! König.Und Orleans, sagst du, wird nicht übergehn? Johanna. Eh siehst du die Loire zurücke fließen.

Die I u ngfrau v on Orleans.

> ?miM bl'v 5tt»T <jnu tWM Äm Ätzsg chö Wie gefährlich wäre die Satyre wenn sie immer von reinen Händen geführt würde! Aber die Satyre ist wie das Schwert der Jungfrau von Orleans, das, so lange die Kämpfcnde rein, jungfräulich, nur von ihrer heiligen Sache begeistert war, Wunder wirkte, aber in dem Augenblicke, wo eine Leidenschaft, ein persönliches Interesse sich ihres Herzens bemächtigte, da verlor das Schwert seine Kraft. Wir machen die Bemerkung bei Gelegenheit einer Satyre, aus der Feder Bossange's, die wir vor Augen haben, und die an Witz und beißender Ironie ein Meisterstück ihrer Art ist. Aber Herr Bossange gehört zu jener Parthei, die aus dem Schütte und den Ruinen der Gesellschaft ihr Haus erbauen will, zu jener Par­thei, die unter der Maske dcmocratischen Zclotismuö das Volk verhetzt, aufstacheln und zum revolutionären Wahnwitz treibt, um aus der zerschmet­terten Constitution eine neue zu erbauen, zu deren Fesseln und Ketten sie den Schlüssel hat. Herr Bossange ist Legitimist!

Unter allen Partheien, welche das neuere Frankreich zerwühlen, haben ohnstrcitig die Legitimisten die wenigste Zukunft. Die Fahne die sie aufge­pflanzt, trägt eine Inschrift, die man in Frankreich nicht mehr versteht. Die Lehren, welche sie predigen, finden kein Ohr. Ihrem Prinzip fehlt die einzige Grundlage, auf welchem es ruhen kann: der Glaube!

Und dennoch ermüden sie nicht in ihrem Liliputanischen Kampfe, und dennoch machen sie täglich neue Anstrengungen, das Danaidenfaß zu füllen. Und darin liegt auch die Ursache, warum man diesen Windmühlenkampf mit mehr Nuhe als die andern Partheikämpse, gcwißermaßen mit Behaglichkeit, ansehen kann, ungefähr wie man Schauspieler betrachtet, die mit hoch-