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Die Hochzeit des Mönchs.
ein neues Gebiet, welches er fortan mit einer stetig wachsenden, nur ihm eignen und von niemand iibertroffenen Meisterschaft kultivirte.
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Die Hochzeit des Mönchs.
ine neue Erzählung des schweizerischen Dichters Konrad Ferdinand Meyer, der bei allem Erfolge in den Grenzen seiner Kraft und einer wirklich künstlerischen Produktion bleibt und jenem Dämon der Vielschreiberei, welcher an der Pforte der neuesten dcntschen Literatnr Seelen wirbt, nicht Pflichtig wird, verdient sicher von vornherein die Teilnahme aller Gebildeten. Sie wissen eben, daß, was der Verfasser des Romaus „Der Heilige" mich bieten mag, keinem neuen Werke ans seiner Feder geistiger Reiz und seelische Belebung fehlen werden. Und selbst die kühlen Skeptiker, die an keinem Menschengeschick, weder wirklichem noch erdichtetem, mehr Auteil nehmen, aber sich des Geunsses eines gebildeten Stils, eines fesselnden Vvrtrages noch nicht entschlagen mögen, sind sicher, ihre Rechnung in einer neuen Novelle K. F. Mehers zu finden.
Die Hochzeit des Mönchs (Leipzig, Verlag von H. Hässel) ist taufenden bereits durch die „Deutsche Rundschau" bekannt geworden, sie wird auch als Buch viele, welche sie bisher noch nicht kennen gelernt haben, entzücken. Sie ist, wie dies bei Meyer schon mehrfach der Fall war, eine Doppelerzählung, das heißt eine Erzählung, die von einer bestimmt charakterisirten Persönlichkeit in einem gleichfalls vorgeführte» Kreise vorgetragen wird. Das Hauptbild ist von einem künstlerisch wertvollen Rahmen umgeben, und, was bei modernen Bildern häufig vorkommt: man darf sich sogar fragen, ob nicht der Rahmen wertvoller sei als das Gemälde. Für die geistigen Gourmands, denen der Erzähler als solcher wenig oder nichts gilt, ist die geistvolle Einleitung und sind die an sie geknüpften Zwischenspiele der Novelle sicher die Hauptsache und bedingen die Schätzung des Werkes.
Wir werden zum Eingang nach Verona und an den Hof des Cangrandc, jenes Sealiger versetzt, der den exilirten Dante Alighieri mehrere Jahre lang beschützte und gastlich bei sich aufnahm. Ein muntrer Kreis sitzt um den Fürsten vereinigt vor der Herdflamme und erzählt nach wälscher Sitte des vierzehnten und fünfzehnten Jahrhunderts Novellen über das Thema: „Plötzlicher Berufswechsel mit gutem oder schlechtem oder lächerlichem Ausgange." In die Mitte der Heitern tritt der Dichter der „Göttlichen Komödie" herein,
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