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Pfisters Mühle : ein Sommerferienheft :
(Fortsetzung.)
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pfisters Mühle.

Ein Sommerferienheft von Wilhelm Raabe. (Fortsetzung.)

st denn das Ihr Fräulein Tvchter, Doktor Lippoldes? fragte plötzlich Asche, eine Flasche blcmgraucn, schleimigen Flußwassers, die ihm Samse eben zwischen dem dürren, mit „chlorophyllfreien Organismen" behängten Uferschilf gefüllt hatte, in unsern Flaschen­korb versenkend.

Eine weibliche Gestalt war's, die im graublauen Nebel in dem vor der letzten Häuslingswohnung sich herziehenden übelzerzausten väterlichen Kohlgarten unter einem Baume stand.

Singt Weide, grüne Weide! schrillte der Poet. Seid Ihr es, Fräulein, mit Fenchel, Raute und Agleh — mit Hahnfuß, Nesseln, Maßlieb. Kuckuksblumen — mitten im dänischen Winter? Bist du es, mein Kind Albertine?

Die schlanke Gestalt im kümmerlichen Kleidchen, dicht gehüllt in ein graues Tuch, näherte sich durch den melancholischen Dunst, neigte sich vornehm unsern Grüßen, und Albertine Lippoldes sagte lächelnd:

Aber, Papa, dein Husten! Nach allen vier Weltgegenden habe ich dir wieder meine Sorge um deinen Katarrh nachtragen müssen! Es ist sehr unrecht von dir.

Ja ja. greinte der Dichter, ich wollte euch auch ein paar Veilcheu geben, aber sie welkten alle, da mein Vater starb. Sie sagen, er nahm ein gutes Ende. Na, natürlich! Was sollte er sonst noch nehmen können? Und — da — sieh dir nur die Herren genau darauf an, Kind: sie scheinen auch das nutzbare Ergebnis meines Menschendaseins in dieser vergänglichen Welt in mehr als gelinden Zweifel zu ziehen.

Hören Sie jetzt auf mit diesem Uusiuu wenigstens, Doktor Lippoldes! schnarrte Doktor Asche. Fräulein hat vollkommen Recht, nnd in der warmen Stube sind Sie am besten aufgehoben. Ihre Veranlagung zur Unsterblichkeit