Afisters Mühle.
Lin Soinmerferienheft von Wilhelm Raabe.
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MMW
(Fortsetzung.) Dreizehntes Blatt. Vater Vfisters Llend unterm Mikroskop.
m andern Morgen begannen wir (nicht Emmy und ich: wir halfen den Bauern im Dorfe beim Heumachen und kamen erst am Abend zu den Geschichten von Pfisters Mühle zurück) die wissenschaftlichen Forschungen und beschäftigten uns mit den ersten Vorbereitungen zu der Diagnose, behufs welcher Doktor Asche von meinem Vater an das Krankenbett seiner einst so gesunden, fröhlichen Wirtschaft berufen worden war.
Es ist freilich arg! sagte der sonderbare Mühlenarzt und Wasserbeschcmcr, als er die Nase aus dem Fenster nnterm Dachrande in den grauen feuchtkaltcn Morgen hinausschob und sie niesend wieder zurückzog. Hm, nnd auch nur, weil die Menschheit ihre Welt nicht süß genug haben kann!
Wir stiegen hinab in die Weihnachtsstube und fanden sie zwar gefegt nnd zurecht gerückt, aber doch auch voll seltsamer Dünste, die nicht bloß von dem vergangenen lustigen Abend her an ihr hafteten. Die Tanne war bereits in den Winkel geschoben, und am Tische saß mein Vater in seiner Hausjacke, wenig festtäglich gestimmt.
Die Leute und die Weibsleute gehen ins Dorf in die Kirche, und ich würde auch hineingehen und euch zwei Heiden mitnehmen, wenn es mir noch so wäre wie vor Jahren und als deine selige Mutter noch bei uns war, Ebert; aber das Gemüte ist mir nicht mehr darnach, und ändern kann ich's leider nicht. Setzt euch und trinkt Kaffee. Wir haben seit Jahrhunderten in unsrer Mühle unsern Stolz an unserm Oster-, Pfingst- und Weihnachtskuchen gehabt, aber cmch