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Die methodische Kriegführung Friedrich des Großen.
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Line Übersetzung von Goethes Faust.

bin der Ansicht, Herr Dr. Delbrück unterschätzt zweierlei: einmal die Be­strebungen des Fachmannes, die Kriegführung Friedrichs aus ihren historischen Bedingungen zu verstehen, svdcmn aber in noch erheblich höherem Maße die Schwierigkeit der Beurteilung strategischer Verhältnisse überhaupt, d. h, natürlich gründlicher und zutreffender Beurteilung, von der andern Art haben wir mehr denn zuviel. Keine Theorie, selbst nicht die treffliche Clausewitzsche, erschöpft die unendliche Mannichfaltigkeit der wirklichen Erscheinungen völlig, aber selbst wenn eine Theorie das könnte, so würde es bei ihrer Anwendung auf die Beurteilung des einzelnen Falles doch in erster Linie darauf ankommen, den­selben nnter die richtige Kategorie zu subsumiren, die Diagnose zu stellen. Das ist bekanntlich außerordentlich schwer; viele und tüchtige praktische Übung thut dabei das beste.

Übrigens will ich nicht entfernt behaupten, ein Historiker oder irgendein andrer Sterblicher könne sich kein strategisches Verständnis aneignen, es sei denn, er sei Fachmann. Gewiß kann er das, aber wie man in allen Zweigen mensch­lichen Wissens die Schwierigkeiten erst bei tieferem Eindringen in den Stoff entdeckt, so wird auch das wachsende strategische Verständnis von der Einsicht begleitet sein, daß die Sache doch nicht so leicht sei, wie es dem oberflächlichen Blick erscheint.

Arnstadt, im Juli ^33^. D. von Malachowski.

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Eine Übersetzung von Goethes Faust.

von A. Llassen.

enn heutzutage jemand nach dem Werte und der Bedeutung des zweiten Teiles von GoethesFaust" fragt, so kann er die verschie­densten Antworten bekommen. Der eine antwortet: Es ist ein sehr schönes und sehr eigentümliches Werk, ebenso vollendet in der dramatischen Form und Sprache wie tief an philosophischem Inhalt; freilich hatte Goethe im Alter die Neigung, sich rätselhaft und geheim­nisvoll auszudrücken, und so hat er den tiefen Sinn seiner Gedanken imFaust" iu soviel Rätsel eingehüllt, daß wir noch nicht imstande sind, alles zu erklären; erst in Zukunft wird man völlig begreifen, wie großartig und schön der Zu­sammenhang des Ganzen ist. Ein andrer sagt vielleicht: Was soll ein Kunst­werk, das sich nicht selbst erklärt, das man nur mit einem Kommentar genießen kann? Es ist offenbar das mühsam zusammengestellte Werk eines altersschwachen

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